24
Lagergemeinschaſt AuschwitzFteundeskteis der Auschwitzer e. V.
AUS DER PRESSE
VolkKsbund und Waffen-SS
Gießen(ga).— Erneut hat Bürger- neralsekretàr des Volksbundes gebeten. meister Lothar Schüler bei der Bundes- dafür Sorge zu tragen, daß alle Kreisven geschäftsstelle des Volksbundes Deut- bände die HIAG aus ihren Reihen entfer
sche Kriegsgräberfürsorge gegen die nen
Mitgliedschaft der HIA6 protestiert.
Zwar sei anzuerkennen, daß die HIAG als Zusammenschluß ehemaliger Solda- ten der Waffen-SS aus dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ausge- chlossen worden sei. Iatsache sei aber auch, daß die HIAG nach wie vor in ein- „elnen Untergliederungen der Kriegsgrä- berfürsorge Mitglied sei. Schüler sieht deshalb„mi Besturzung“, daß die IIA0 immer noch dem Kreisverband Gießen angehört. Er hatdeshalb den Ge-
vITZHAK BEN ARl, israelischer Botschafter in Bonn, hat ange- sichts der neuen Historiker-Diskus- sion über die Hit- ler-Ara davor ge- warnt, die Verbre- chen des Nazi-Re- gimes mit anderen Untaten gleichzu- “ Setzen. Ben-Ari sagte der„Augsburger Allgemeinen“, die Greuel der Nazis ließen sich zum Beispiel nicht gegen die der Stalin-Zeit aufrech- nen.„Die Einzigartigkeit, welche die Ver- nichtung ganzer Völkergruppen durch Deutsche darstellt, wurde von keinem Diktator— von Nero bis Stalin— in die- ser Weise verübt“, sagte der Botschafter. Der Historiker-Streit über die Hitler-Zeit werde international aufmerksam beob- achtet. Ben-Ari warnte jedoch davor, Ge- schichtsschreibung dazu zu benutzen, sich die Geschichte vom Leib zu schrei- ben“.*
HNGERCFHTETE
Es ist wahr, daß sich der Volksbund Deutsche Kriegs- gräberfürsorge dafür ein- Setzt, 195 hingerichteten NS- Kriegsverbrechern auf dem Hamelner Friedhof Wehl ein Denkmal 2u setzen. Unwahr ist, daß sich des Volksbund auch schon etwas zur Erinne- rung an Adolf Hitler hat ein- fallen lassen.
HORST PETER, sozialdemokratischer Bundestagsabgeordneter aus Kassel, for- dert, der„Verharmlosung von Auschwitz“ müsse entschieden entgegengetreten werden. Anläßlich der 45. Wiederkehr der sogenannten„Wannsee-Konferenz“ ap- pellierte er an Kommunen, Länder und die Bundesregierung, diesen Tag zur Er- innerung an die seinerzeit von Deutschen begangenen Verbrechen zu nutzen. Peter erinnerte daran, daß die NS-Behörden am 20. Januar 1942 die sogenannte„End- lösung der Judenfrage“ beschlossen hat- ten, den„industriell betriebenen Massen- mord an Millionen Menschen“
x


