Heft 
(1987) Nr. 10
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Lagergemeinschaſt AuschwitzFteundeskteis der Auschwitzer e. V.

AUS DER PRESSE

VolkKsbund und Waffen-SS

Gießen(ga). Erneut hat Bürger- neralsekretàr des Volksbundes gebeten. meister Lothar Schüler bei der Bundes- dafür Sorge zu tragen, daß alle Kreisven geschäftsstelle des Volksbundes Deut- bände die HIAG aus ihren Reihen entfer

sche Kriegsgräberfürsorge gegen die nen

Mitgliedschaft der HIA6 protestiert.

Zwar sei anzuerkennen, daß die HIAG als Zusammenschluß ehemaliger Solda- ten der Waffen-SS aus dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ausge- chlossen worden sei. Iatsache sei aber auch, daß die HIAG nach wie vor in ein- elnen Untergliederungen der Kriegsgrä- berfürsorge Mitglied sei. Schüler sieht deshalbmi Besturzung, daß die IIA0 immer noch dem Kreisverband Gießen angehört. Er hatdeshalb den Ge-

vITZHAK BEN ARl, israelischer Botschafter in Bonn, hat ange- sichts der neuen Historiker-Diskus- sion über die Hit- ler-Ara davor ge- warnt, die Verbre- chen des Nazi-Re- gimes mit anderen Untaten gleichzu- Setzen. Ben-Ari sagte derAugsburger Allgemeinen, die Greuel der Nazis ließen sich zum Beispiel nicht gegen die der Stalin-Zeit aufrech- nen.Die Einzigartigkeit, welche die Ver- nichtung ganzer Völkergruppen durch Deutsche darstellt, wurde von keinem Diktator von Nero bis Stalin in die- ser Weise verübt, sagte der Botschafter. Der Historiker-Streit über die Hitler-Zeit werde international aufmerksam beob- achtet. Ben-Ari warnte jedoch davor, Ge- schichtsschreibung dazu zu benutzen, sich die Geschichte vom Leib zu schrei- ben.*

HNGERCFHTETE

Es ist wahr, daß sich der Volksbund Deutsche Kriegs- gräberfürsorge dafür ein- Setzt, 195 hingerichteten NS- Kriegsverbrechern auf dem Hamelner Friedhof Wehl ein Denkmal 2u setzen. Unwahr ist, daß sich des Volksbund auch schon etwas zur Erinne- rung an Adolf Hitler hat ein- fallen lassen.

HORST PETER, sozialdemokratischer Bundestagsabgeordneter aus Kassel, for- dert, derVerharmlosung von Auschwitz müsse entschieden entgegengetreten werden. Anläßlich der 45. Wiederkehr der sogenanntenWannsee-Konferenz ap- pellierte er an Kommunen, Länder und die Bundesregierung, diesen Tag zur Er- innerung an die seinerzeit von Deutschen begangenen Verbrechen zu nutzen. Peter erinnerte daran, daß die NS-Behörden am 20. Januar 1942 die sogenannteEnd- lösung der Judenfrage beschlossen hat- ten, denindustriell betriebenen Massen- mord an Millionen Menschen

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