Lagergemeinschaft Auschwitz W
Freundeskreis der Auschwitzer eV. 6
1ing von Auschwtz.— Abschläeßend sprach Dr. Martin Stöh ner Rede ste1Lte er einen Zusammenhang zväschen Minderheten- Ds— kKrimänerung und heuti6er Aus Länder-Diskrimänierung dar⸗
sei—
am 6.2.85 Tand im c1ub VoLtaire eane Verans raltun müt Stuckenten, ungefähr 80- 100 Personen, über das Thema Faschismus statt. Am 22.2.85 var in Butzbach eine podi umsdã skKussion zum Thema:*So11 man Auschvit? vergessen“ in dem Gemeinde-Zentrum der katholischen Kärche⸗ Bier nahmen a11e im Landtag vertretenden po1ätäschen Parteien sovLe der D6B und die beiden großen Kirchen, vie auch däe Lagergemein-
schaft, Ste11ung. Däe verans tal tung var besucht, und das überrascht, mät 1oo personen, unterschäed1ächen Alters- und Gese11schaftsschich- ten. 5
Am 12.5.85 11ef in Darmstadt von der technischen Hochschule eine Diskussion über das Thema:*Die Aufarbeitung der NS-Zet“ mät Her- mann Reineck ab. Die Di skussi on rFand auf sehr hohem inte1Lektuellem Niveau statt. Tei Lnehmer ca. 30 Personen.
Im zusammenhang zum Thema»Nä ederLage oder Befreiung“ besuchte Hermann Reineck von Januar bis Mai 85 35 SchulkKLassen und fFührnte dort Gespräche mät Schülern⸗
zur zelt bemühen v§r uns um däe Ubersetzung eines Buches Von Dr. Do1ek Gava1evicz mät dem Tä tel Im Warteraum zum Gas“. Er var vier Monate im Quarantäne Lager(Vorstati on zur Gaskammer) bei FLeck- fieber-Toten versteckt. Das Buch erhielt den Lä teraturpreis der „Trybuna- Ludu“(größte po1nãsche Tageszeitung)⸗ Im Kommentar v rd dem Buch ein hoher poetischer Gehalt und ein gevsser»Krematoraler Humor“ bescheinigt. Nach Ubersetzung verden vär uns bemühen, hierfür einen Ver1ag zu gevinnen, ve1cher sich mät Faschismus-Themen ausen- andersetzt. Als Gestalter der Grafik und TL1ustration Konnten vär E. Gött1icher in Hamburg gevinnen⸗ Gött1icher 411usträerte vor Kur- zem den Roman*Schindter s-Listen im Stern⸗
Thr seht, es Laufen väeLe Aktivitäten. Vir bätten Fuch alle Im einze1nen an Furen Mohnorten Kleine Kerngruppen aufzubauen, um e— nen mögLichst vreiten, mu1tipLkativen EfFFekt zu erzielen.
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Juden erinnern auch an Flick
Galinski zweifelt an Dauerhaftigkeit der Lehren von 1945
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ßranorner Runoschas
Von unserem Korrespondenten OttoVõrg Weis
BERLIN. 7. Mak Micht geringe Zweifel daran. ob die Lehren des 5. Mai 1945 die Spanne einer Generation überdauert ha- ben“, hat der Vorsi de der Jödisch Gemeinde in West-Berlin. Heinz Galinskl. am Dienstag auf einer Gedenkverenstal- tung vor dem Jodlschen Gemeindeheus geäubert Diese Zweifel begründete er s0 vohl damit daß die staatsbürgerschafuli- che Erziehung Non den Verantwortli-
Terror und Mord registrieren.„Nie senr das Wort von der Vergangenheitabewälti- gung schon zur FVoskel geraten ist. be i auch anonyme Anrule. Schmiere reien und Drohbriefe“, saßte Galinski.
Der Vorsiuende von Deutschlends gröbter jüdischer Gemeinde ging in sei- ner öberaus kritischen Rede auch auf ta- gespolitische Vorgönge ein. Unter ande rem bemängelte er die geradezü peinli-
Das verabachledete mangelhafte Geseta“ solle baldmöglichst wieder geändert wer- den. forderte Galinski: Zu den Ereignis- sen, 2u denen er nicht schweigen könne. zählte Galinski schließlich auch— ohne den Namen Flick zu erwähnen—. daß es in der Bundesrepublik einen Konzern ge be. der Milliarden in der Nazizeit ver- dient hat der in der Nechkriegszeit poli- üsche Parteien mit Millionen unterstũtzt
chen“ nicht ernst genug genommen ver- de. als auch damit„daß nicht wenige An- gehörige der mitUeren und älteren Jahr gönge nicht vollständig den Bruch mit der schändlichsten Epoche der deutschen Geschichte vollzogen haben“
Die Jdische Gemeinde müsse mit gro- bem Bedauern sowohl einen gewisse Abbau der moralischen n gegenöber uns“ als auch eine Zunahme exremistischer Tendenzen bis hin 2u
che Weise“ in der vor Augen und Ohren der Oflenüichkeit über die Gestaltung des 8. Mai debsttiert worden sei. Er krit- sierte auch. daß alch im Bundestat weder eine Mehrheit dazu hebe Iinden lasgen. Trellen Alter Kameraden“ von SS-Ein- heiten wenigstens 2u verurteilen. noch dafür, einen eigenen Paragraphen im Stralgesetabuch zu achaflen. der die Leugnung der naEonalsozialisüschen Veriolguns und Verharmlosuns shnde.
hat. aber für seine ehemaligen Arbeits- sklaven nichts übrig hat“ *
40 jahre Befreiung Om Hitler-Faschismus


