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Lagergemeinschaft Auschwit? V Freundeskreis der Auschwitzer e.V.
Liehs Fbinde
nachfo1gend möchte zch Euch von unserer*Frühjahr-Aktion“, Ausste11- ung*Lagerpost“, Mahngang, PodiumsdiskKusson usv. berächten.
Am 14 Januar 85 eröffnete»Zeichen der Hoffnung eV.* in Zusam- menarbeit mt der Lagergemeinschaft Auschvtz däe Ausstelung*La- gerpost“ im DominikKanerkLoster in Frankfurt. Al1Len Besuchern wurde auch der Dokumentarfi 1m*Däe Befreiung von Auschwitz“ gezeigt.
Die Ausste1lung vurde von ca. 6. 000 Personen in Frankfurt besucht. Die Ausste1lung zeigt den Schriftverkehr von KZ-HäftLäingen und der SS- Admnistration.
Unter den Besuchern in Frankfurt varen hauptsächLich SchulkLasen und vornehm1Läch jüngere Leute. In vielen Gruppengesprächen und Eän- ze 1gespröchen wurden von unseren Kameraden(vr hatten Besuch aus Polen- Kazek Sowa, DoLek Gavalewicz, Stasek KLodzinskä sovie Tadek Szymansk) Gespräche geführt mät den Besuchern.
Im vesent1ichen übernahmen dae Führung durch die Ausste1LLung Tadek Szymanski, Stani s 1Lav Kamänskä, ALfred Marchand, Peter GängoLd sowe Hermann Reineck.
Man kann sagen, daß dde Ausste11Lung 1n Frankfurnt ein sehr großer Er- Fo1g var. Im folgenden vwurde däe Ausste11Lung gezeigt: im Hessischen Landtagsgebäude In Wesbaden(Hermann Reineck führte die ParLamen- tarter), in Metzlar, Butzbach und 6dessen und Ist vom 20. August bäs o7. September 1985 1n Oberursel in der StadtbibLothek zu sehen. An- schLeßend stehen noch Hamburg und Bremen auf dem Programm.
Uber die Ausste11ung gab es Berichte am 27. 1.85 im 2DF in der Sendung»Tagebuch“, am Jo.1.85 in HR 3»Kulturtagen, am 31. 1.85 f4 1m- te das Fernsehen der DDR, 1m HR 1, HR 2, HR 3„ sovie WDR, 8FB, NDR vurde die Ausste11Lung, Lnnerhalb der Diskussion zum 27. Januar 1945— dem Befreungstag von Auschwitz— und 8.Mai 19b5— vesent14ch her- vorgehoben.
Am 27. 1.85 veranstaltete der Stadt-Jugendräng in Mannheim eine Gedenkfeter zur Befreiung des KZ-Aus chwi tz. Etwa 600 Besucher va- ren zu dieser Veranstaltung gekommen. Däe Begrüßung erfolgte durch den ersten Stadtrat der Stadt Mannheim, u. a. sprachen der erste Sek- retär der polnäschen Botschaft in Köln, ein Vertreter der KuLtus— Gemeinde Mannheim und Hermann Reineck.
Am Jo1.85, Innerha1b eLnes demonstrativen Mahnganges in Frankfurt,
bei dem ca. 3. ooo0 Personen tei 1nahmen, gab es große Schmährufe aus dem PubLLkum, als Valther Wall1mann zu dem Thema an der Paulskärche das Vort ergriT†(Va11mann hatte 1nnerhalb des Vahlkampfes 1n a11en Frankfurter 2et tungen In Annoncen unterschwe11Lig für däe Abschie— bung von Aus1andern gevorben).
Auf der AbschLußkundgebeung im Dominä kKanerkLoster, bei der äimmerhin noch ca. 1. 200 Menschen anvesend varen, Forderte der Redner, Dr.Mar- tin Stöhr/ Evang. Akademie Arnoldshain, Herrn Vall1mann zum Viderruf seiner VahLkKampfaussage und zur Entschuldigung bei den ausLänd.- schen Mi tbürgern auf. Dieses Debake1 fand aucu bäs zur Hahl am 103. Un der Presse eine starke Resonanz.
Der Mahngang startete an der PaulsKärche über Hauptvache zum Ge- verkschaftshaus(Dort begann 1933 die Inhaftierung Frankfurter Ge- verkschaftLer), zum alten jüdischen Fräedhof. Kaum einer der Besu- cher kKonnte sich der emotionalen AufrütteLung durch däe Redner:
Dr. Ansgar Kose1— Generalsekretär v. Pax Christt—, Dr. Heinz Düx— Untersuchungsrächter im ersten Auschwätz- Prozess—, Alfred Mar- chand- 1933 verhaftet vegen MitgLiedschaft in der Geverkschaft, saß in Lächtenburg ein, vo später de Berufsverbrecher zu Kapos aus- Sebi 1det vurden—, Hermann Reineck— ehemaliger po1itäscher Häft- 1Iing in Auschvtz—, Arno Lustiger- MitgLied der jüdischen Ge— meinde Frankfurt, ehemaliger Auschwitz-HäftLing—, H. Chrästians— Katholischer Präester für däe po1näsche Gemeinde in Frankfurt— Dr. Klaus Nürme11— Zeichen der HHioffnunf-, Lore No1ff— ehema1ige Insassin in Ber1in Moabit—, und Trude Sämonson— ehemaliger Häft-


