Heft 
(1985) Nr. 6. Juli 1985
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Lagergemeinschaft AuschwitzV Freundeskreis der Auschwitzer S.V.

posi- Wie haben Se diesen Augenblick erlebiꝰ-

n Auschwiz bheb ich bis Dezember 1944. dann wurde ich mit einem Haningsuans- pon ins Konzeniraſionslager Bochenwaid gebrochi. Von Cor kam ich ins Lager Mit- leſbau Dora. wo ich bei der Montage det Vergehngswaflen V und V2 arbeiete. im Marz wurde ich ins Vernichtungslaget Bergen-Belsen öberſöhn, un hier wurde ich am 15. April 1945 befren. ſch war be- subi. Uberrascht und war krank. Immer viedersagie ich mir. ich habe berlebi. mir kann nichts meht geschehen. ſch hane nicht die Kran mich zu freven.

Physisch wat ich frei. Aber das vergange· ne Grauen hing öber mir. und ich konnte keine Ruhe finoen. ſch versuchte. mich von oer Vergangenheit zu befreien. saglé mir, ich wãte im April 1945 2ur Wel gekom- men. dab cie Jahte 1940 bis 1945 ausge- oschi sind. dab es keine Konzentratons- lager gegeben häne. keine Gaskammern. keine Krematorienschlöte. aus denen schwarzer, fener Rauch und Cer Gestank brennender menschlicher Leichen aufstieg.

Aber eine dergengennei Auschwitz làBt sich nicht aus dem Gedächtnis 15 schen. kann man nicht verdrängen. Nachis kamen ie Bider jener Tage mit er- schreckender Deutichkeit. Ich erwachte schwikend. 2utiefst verängstigt und be- gann cie Nacht zu fõrchten.

Im Jahre 1965 wurde ich zut Hauptkom- mission 2ur Uniersuchung der Naziverbre- chen in Polen geladen. Don teine man mir mit. das das Justizministerium der Bun- desrepublik Deutschland ersoche. eine gewisse Zahl ehemaliger Auschwitzhäf- hnge ⁊ur Teinahme an einem Gerichtsver- ſahren gegen Mugheder der SSMann- schan des E Auschwitz 20 delegieren. Un so solle ich in Franklurn am Main als

2eoge cer Anklage aufteten. For mich war as ein autwöhlendes ein-

schneicenoes Erlebnis. An dem Tage. da ich vor Gericht auss agen sollie wuhie ich nichi. we ich mich angesichis meiner ehe⸗ mahgen Foheret uno Mörder verhalen vðrde

Ob Had unq Rachegelòsie aus mit heraus- drechen? Od ich die Gegenöberstellong aushahe mi cenen. Ceren Autgabe es ge vesen wat. mich 2u hquidieren?

Der Gerichisciener föhne mich zum Ver- handlungssaal. Hinter die Bank der Ange klagien. Uno plõilich verbel ich in Stau- nen uno Ungläubigken. Sind oas die da malgen Goner in SS-Vnilotmen mi cem Tolenkopl aol Cer Motze? Uno doch. sie waren es. in Zivikleidung. gewöhnlche. durchschninhche. normale Leute. vie man sie tagiaglich aut der Strabe trifn Dieserist Molka. Stelverteter oes Lager Kommancanten. jener Boger den vit im

Lsger Toꝙ nannien. weil er tast iaghch en der Schwarzen Mauet ces Blocks 11Han- linge ourch einen Genickschuß aus einem Keinkaldrigen Geweht ermordete. Ds ist auch Kaduk, der cie Selektion votnahm und nur jene Haflinge sls arbeitsfãhig ein- stuhe. cie einen von ihm in gewisser Hõhe gehalenen Siock öberspringen konnen. Ein sonderbares Geföhl ergrift mich. lch versporne veder Furcht noch Hab. noch Rachelust. Ich wat frei, frei nicht nor im körperlichen, nein. vor allem im seel schen Sinne.

Man kann nicht ale F̃ragen und Aussprò- che wiecerholen, die wãhrend der 2wei Wochen beiden Begegnungen mi den Ju- genohchen im Dominikanetkloster ſelen. Die Ausstellung spiele eine vichige Role als Inſormation ðber Cas. was gewesen ist. und regie ⁊ugleich zum Nachdenken. 2ur Diskussion an.

Beinane alle Besocher dieser Ausstelung betormen. das aut sie den größten Ein- druck cie Gesprãche mit den ehemaligen Hafingen der Vernichungslager ge machi hanen. Viele meinten. Böcher. Fil- me. Dokumenie ðber ie Zei der Nazihert- schah häten sie als stereotype. öbliche. leidenschatslose Propaganda empfun- cen. Die Begegnung und Gespräche mit denen. die die Todeslager berlebten, hat- len einen bleiben Eindruck hinterlassen. Noch eine Wahrheit zeichnete sich in aler Schärie ad: Die lebencigen Zeugen der Geschichte werden immer weniger. Wir gehören der abtretenden Generaton an. Wůrde es nichi die Mõhe lohnen, noch ei- ne Ansttengung 2u machen. um ale Na- ziopler 2u erreichen. die ⁊war noch leben aber aus dersen Ursachen unc Beweg- grönden bisher in Einsamkei und Isohie- rung verweilen.

Man mub sich an sie wenden mi cem Ap pell. ihre Erinnerungen an jene Zeit nieder- zuschreiben. Die jöoischen Gemeinden. cer Verband jõᷣcischer Siudemen. der Ver- dand jðcischer F̃chilinge und Venriebe⸗ ner, ader aoch andere Instituionen uno Organisauonen sollen sich dieser Aion annehmen

Aktion-Legerpost- Hstingsbrieſe aus Auschwitz

erteu sich eines großen Eriolges. insbe⸗ sonete in der Schlerjugend In F̃ranktun allein besochen 62 Schulklassen sowie eine große Zanl ãnerer Mubörger die Aus- slellung

Bis z0m 17. Mai war de Aussteilung in Nornderg zu sehen. Canach sind Dachau. Oberursel. Köln. Bonn und Harmburg vor

gesehen

Ausstellung Lagerpost

Lagergemeinschaft Auschwitz Freundeskreis der Auschwitzer e

Evangeltsche Initiative ZEICHEN DER HOFFNUNG eV.

Däe Ausste1Lung vrd am 20 August 1985 um 19. 00 Unhr in Oberursel in der»Galerie in der Stadt bücherei, Am Marktplat?z, eröffnet verden. Veranstalter 1st das Amt Für KuLtur der Stadt Oberursel gemeinsam mt der Lagergemeinschaft Luschwi tz-Freundeskreis der Auschvitzer e.V.*

Die Eröffnungsredner s nd: Dr. KLaus Nürme 11 von»Zeichen der Hoffnunet und der Bürgermeister der Stadt.

Fiührungen für Schul KLassen verden von: Tadeusz SzymanskKi aus Po- 1en und Hermann Reinech (beide sänd ehem. Ausch- vitz-HäftLinge) durchge- Führt verden.

Dao Ausste Lung v1rd vom 20 August bLs zum o7. Scptember 985 gezeit