V Lagergemeinschaft Auschwitz V 6V Freundeskreis der Auschwitzer e.V.
Zwölf Thesen zum Thema„Zwei deutsche Staaten und der Friede in Europa?
Beenden wir die Berührungsangst— um des Friedens willen
Diese Thesen hat der Autor Dieter Lattmann auf einer Fachtagung der SPD Södbayern öber europsische Sicherheitspolitik zur Diskussion gestellt. Wir
1 veröffentlichen die Thesen vollständig, mußten jedoch das sie erläuternde und begründende zeitgeschichtliche Material kürzen. Ausgangspunkt der Oberlegungen Lattmanns ist der 8. Mai 1945 und das Krãtteverhsſtnis 2wi schen den USA und der Sowjetunion,„die beide erst durch Hitlers Krieg 2u den beherrschenden Weltmöchten wurden“.
ringsten Verluste im Krieg. seine
Rüstungsindustriellen hatten schwer am Krieg verdient Die USA beendeten den Krieg im Wohlstend. sie verfũgien über drei Viertel des auf der Welt investierten Kapitals und vwei Drittel der gesamten Industrieka- paaität
Die UdSSR hatte im Westen und bis zur Mitte ihres europäischen Teils Nerbrannte Erde' unter sich, gröbte Verluste. ã sschwierigkeiten. weiigehend vernichtete Industrie. Die wichtigsten Industrieanlagen zur Be friedigung der swjetischen Repars- tionsforderungen lagen in den Westzo nen.
Die USA besalen bis Ende 1949 das Atomwaffenmonopol. Sie hatten sich nicht gescheut, während der Potsda- mer Konlerena vr allem auch als Dro- hung gegen die Scetunion zweimal davon Gebrauch zu mechen. Hiroshi- ma 6. August 45, NagasaMi 9. August 45.
Angesichts dieses Kräfteerhältnis ses war die schon ab 1946 erhobene US Behauptung. Amerika und der ge samte Westen werde durch die Scwjet- unlon bedroht absurd. Es gab für sie nur eine Erkarung: die Rüstungsindu- trie wollie weiter Gewinne machen. Aus ihrer vorũbergehenden Schwierig keit in der ersten Nachkriegszeit konnte sie nech eigenen Dafürhalten nur herauskommen durch des neue al
U hatie nicht nur die ge
1. W— Deutschlend wurde vom We sten geteilt
2 T— Die Bundesrepublik wurde aul Antkommunismus gegründet Do- kumente aus jener frühen Phase bele
Sen
Us poltker wie Briten schätzten richtig ein. daß es nicht schwer war. in der wesideutschen Mehrheit den fana- tschen Antikommunismus wieder vor herrschend werden ⁊u lassen.
Denn die Mehrzahl der ꝛehn Mil. lionen Höchüinge wollie nicht wahr- haben. daß sie von Hiuer und seinen Gauleitern verieben war
Die Luke vom Pravenuvkrex ge Len Osuen krifl noch
— Der Antikommunismus hatte in Deutschland Tradition. Mt Ausnahme der RapalloOffnung reicht seine Kon- tinuitãt von der Wilhelminischen Zeit über den Nationalismus in der Weima- rer Republik bis zu Goebbels und beald auch in die beginnende Kre Adenauer.
— Den Antikommunismus aufzuar
beiten. bedürfte es nicht nur einer eir genen Fachtagung. Vieler Seminare und vor allem der Anerkenntnis histo rischer Fakten durch die herrachende Politik wie die veröffentlichte Mei- nung. — Soꝛialdemokraten haben ihr spe zielles Trauma vom Ende der Weime- rer Republik und der Zwangsvereini- gung von SPD und KPD zur SED in der Sowjetzone und späteren DDR. Aber aufgearbeitet werden muß gera- de auch dieser doppelte Anlaß zur Ver drngung unserer Mitschuld an der Entwicklung. Wie sie ab 1947 in den Westzonen und der Ostzone Fakten chaffte
3. Me: Das Feindbild Kommunis- mus ist so gefährlich wie die Per shings und Cruise Missiles.
4. he= EFines Tages muß der Westen die geschichtiche Tatsache der russi- schen Revolution gelten lassen wie die Franzõsische Revolution.
5. Me=: Das bedeutet nicht. dem real exstierenden Soꝛielismus unkritisch gegenüberzustehen. Aber wir haben genügend Mühe mit unserer real en stierenden Demokratie Schlüsseldaten zum Entstehen der Bundesrepblik
Adenauer notierte 1945. was er zwan- ꝛig Jahre spãter im ersien Band seiner Frinnerungen“ als Beweis seiner frü- hen Einsicht zitiert„Der von Rußland besetzte Teil sei für eine nicht zu schãtzende Zeit für Deutachland verio ren. Danech handelte er auch kons quent im immer entschiedener wer- denden Auftreg der Westmschte, vor allem der USA.
— Die Bundesrepublik ist das dritie Rheinbunddeutschland der Geschichte das erste gab es unter franzõsischem Finſluß nach dem Dreißigjährigen Kreg. das zweite unter Napoleon je
——— —
—
—
desmal fielen vesideutsche Fürsientũ- mer und Lãnder von der Reichsgewalt ab und gründeten ihren separaten Bund.
— Einzig entscheidende Führungs- macht waren im Wesien nach 1945 die USA Grohbritannien war stark ver schuldet und abhängig von USA Die Fr br sie
Setzten sich aber nicht einmal mit ih- ren Ansprüchen auf das Ruhrgebiet durch.
— US Sicherheitsrat 1947: Die Nie derlage der Kräfte des von den So wjets angeführten Weltkommunismus ist für die Sicherheit der Vereinigien Staaten von vitaler Bedeutung Dieses Ziel kann durch eine defensive Politik nicht erreicht werden In unseren Bemühungen zur Gegenoflensiwe oll- te die erste Priorität auf Westeurop⸗ gelegt werden.“
— Schon im September 1946 hatie der USAußenminister Byrnes in Stutigart, dem Sitz des Länderrates der amerikanischen Zone. eine Rede gehalten. die immer wieder*ls Wende der amerikanischen De
ük beꝛeichnet worden ist die Ostæone wurde abgeschrieben. US Truppen sollten bleiben. Die Wirischafiliche und militãrische Aufrüstung Wesideutsch- lands ꝛeichnete sich ab. Das Schreck- gespenst eines sozialisieren West deutschland kam in der Folge auf den Plan(General Glay).
6. Dhe Zur deutschen Teilung und Einverleibung der drei wesdichen Z0 nen in den Kapitalismus hätie es. falls uberhaupt nur dann eine Aernative geben können. wenn sich Soꝛialdemo Kraten. Gewerkschaften und Kornmu- nisien entschieden, gemeinsam und ausdeuernd gegen die Wideraufrò- stung und für Wiederwereinigung er klart und danach gehandelt hätien.
Das war angesichts der Beschaffen- hen der SPD Schumachers. Reuters und bald auch der DGBSpite eine utopische Vorsiellung. we Gustav Her nemann se mit seiner GVP. der Ge sarndeutschen Volkspariei. im Wahl dundnis mt dem Bund der Deutschen
—


