Heft 
(1985) Nr. 6. Juli 1985
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Lagergemeinschaft Auschwitz V Freundeskreis der Auschwitzer e.V.

Liebe HKameraden Liehe Fretunde

Ich möchte Euch heute von den vächtigsten Ereignäissen im ersten Ha 1bjahr 1985 bertchten und vende mäch am Anfang g1eich mãt e nem großen Hi 1feruf an Euch.

Wir 1eiden unter chronäschem Ge1LdmangeL. Wäie Thr alle viBt, be trägt unser Bettrag DM Ko. im Jahr, daes Ist nicht vLe1. Wär voL1en aber auch deshalb den Betrag nächt erhöhen, damd t er für die Mi tg1Leder tragbar bLedbt. Eän hoher Beitrag beduetet für vãe1e elne nächt überwindbare fFänanzte1L1e Hürde.

Aus diesem Grunde sind vir auf Spenden angewesen. Tch bätte Euch

daher dringend zu ermtte1n, vo vettere»Ge1LdqueLLen sind; z. Bsp.

hat jeder venigstens eine Hausbank. Auf ein Anschreiben an däe 2 Butzbacher Kreissparkasse erhielten vär von dort DM 1. oo0.£ 1 Wir pfLegen al1e vie1fache Geschäftsverbindungen, auch von dort

sind Spenden mög1äch. Bdtte hebt immer däe steuer1Liche Abzugs-

fähigkeit für den guten 2veck hervor.

Ferner erhielten var auf Anfrage, vom hesstschen Minister fFür Land- virtschaft, Forsten und Naturschutz, DM Koo. VHr bätten Euch

nur, Gespräche zu führen und uns dae Adressen zuzusenden, damã t vãr

ein entsprechendes Anschreiben an den Adressat rächten können.

Eure ganze Arbeit besteht also im Nachdenken und Kontakt vermã t-

te1n.

Unsere Mi tg1LHederzahl hat säch in daesem Jahr von 80 auf knapp loo erhöht, darüber Freuen vdTr uns scherLich allLe. Trotzdem bedeu- tet das ein Bettragsaufkommen von eben nur DM K. ooo. 1m Jahr! Das genügt gerade fFür Porto und ein so1ches M tte Lungsblatt, ve1 ches Sie gerade 1esen.

Auf einen Artike1 in der Frankfurter Rundschau mt elnem Spen- denaufruf für unsere Lebensmd tte1Lpake t-AkKtLon erhdelten wr kKnapp k5 o00 DM.

Ende März 85 fuhren vder Mi tgLieder unserer Lagergemetnschaft ed.- nen Transport mät 500 Lebensmdtte1paketen- ve1che an bedürftdge ehema1ige Aus chw tz-Häft1LZnge vertet1t wurden- nach Polen.

Die Statonen varen Krakov, Kdelce, Varszawa, Bydgoszcz, Katowäce und natür1a ch auch Ooswdecm(Aus chwi tz). Thr könnt Fuch sd cher14 eh vorste1Len, vie groß dde Freude bet den Empfkingern var. Natür14 ch Kann man nächt jemand mt ednem Paket, 1n ve1Lchem unter anderem ein Ki 10 Kaffee, ein Pfund Kakao, e1n Ldter ö1, edn Kd10 Schma1z, Schoko- Lade und vieles mehr var, ernähren.

Vie1 vchttger als ddese materte11e H1fFe 1st den ehema1agen 6 Häft1Ligen der Gedanke der Verbundenhedt mdt uns und das Bewußt- sein, nächt vergessen vorden zu sein.

Mit diesem Transport 14ef g1etchzetttg auch eln Lkw unserer*Ak- tion PoLenht1fen für das»Gabrie1a Narutowtcza Krankenhaus 1n Krakov, für ve1ches die SPD-Butzbach dde Patenschaft übernommen hat. Ein Artike1 in der»*Butzbacher Zet tung fFindet Thr 1n desem M t- tei lungsblatt. An dteser Ste11e danken vdr den Fahrern herz1ich fFür hren Eänsatz.

Ganz besonders freuen vir uns über einen Antrag der, Grünen, ve17 che nach den 1etzten Kommuna1vahlen In Hessen in den Kreistag ka- men, vorin der»*Vetterau Krets*(Friedberg, Bad Nauhe1m) Fahrten von SchulkLassen nach AuschwLtz mäit DM 20. o00. bezuschußt!

Herin virTd deut1ich, daß regä onale AktLonen das Bewußtsein der Po- 13 tiker und der Gese11schaft prägen können.

Deshalb noch einmal unser drängender Appe11: Versucht an Furem VWohn- ort Vorträge, Podiumsdäskussionen, Ausste1lungen über Auchwd tz und Faschismus zu veranstalten.

Hermann Reineck