Heft 
(2023) 2/2023. Dezember 2023
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8 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer

derJa, aberSätze sei vorbei. Uber- einstimmung bestand auch darin, dass die im IAK zusammengeschlossenen Organisationen sich noch stärker als bisher in die aktuellen politischen Auseinandersetzungen einmischen müssen, um der Umwertung der Frin- nerung an den Holocaust und der da- mit einhergehenden Täter-Opfer- Umkehr als einem der zentralen Merkmale des Post-Holocaust-Anti- semitismus entgegenzutreten.

Diese Uberzeugungen wurden auch tags darauf in einem ausführli- chen Gespräch der Tagungsteilneh- mer*innen mit dem Chef des Bundes- kanzleramtes, Staatsminister Wolf- gang Schmidt, vorgetragen und fan- den bei ihm vollständige Zustim- mung. Schmidt erläuterte dabei die getroffenen Maßnahmen und begrün- dete auch die umstrittene Stimment- haltung der Bundesrepublik zu einer Resolution in der UN-Vollversamm- lung. Man habe sich hinter den Kulis-

zu eindeutigen Stellungnahmen auf gefordert seien. Er zeigte sich vor al- lem von dem Bericht Avi Rosentals beeindruckt.

Seitens des IAK wurde auf die Notwendigkeit einer deutlich intensi- veren schulischen und außerschuli schen Bildungsarbeit hingewiesen. Die Kenntnis der Hintergründe und der Dynamik des Nahost-Konflikts Sei nicht nur bei Jugendlichen äußerst lückenhaft. Ganze Gruppen von jun- gen Menschen, nicht nur solche mit Migrationshintergrund, würden zur Zeit nicht erreicht. Daher baten die Teilnehmer konkret darum, die vor- gesehenen Kürzungen im Ftat der Bundeszentrale für Politische Bil- dung zurückzunehmen.

Gerhard Merz

(Cemard Merz hat auf Einladung von Pechtive Vice-President Christoph Meluhner als Gast an der Vagung des A K Prdsidilims teilgenommen.)

sen erfolgreich um For- mulierungen bemüht, die für viele unterschiedli- che Länder konsensfähig seien und dabei gerade auch mit arabischen Ländern zusammengear- beitet. Angesichts dessen sei die Enthaltung der Versuch, offene Türen nicht wieder zuzuschla- gen. Auch Schmidt stimmte der Aussage zu, dass die Zeit desJa, aber vorbei sei, und Po- litik und Zivilgesellschaft

Das von der SS vor der Flucht im Januar 1945 gesprengte Krematorium in Birkenau