Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 9
Anlaufstelle für ambulante Hilfe
Stiftung betreut NS-Verfolgte und deren Angehörige
Am 8. Novem- ber 2023 konnten wir als Vorstands- mitglieder der La- gergemeinschaft Auschwitz der Ein- ladung von Frau Zofia Horwat in die neue Ambulanz der„Fundacja Pro vita et spe'“ in der ul. Wielicka 267 in Krakau folgen und wurden dort über— aus herzich emp- fangen. Teresa Ostrowska, die uns Seit vielen Jahren bei den Studienfahr- ten in Krakau durch das ehemalige jü- dische Viertel Kazimierz, das frühere Ghetto in Podgorze sowie das Gelän- de des ehemaligen Konzentrationsla- gers Plasz6w führt, begleitete uns und fungierte freundlicherweise als Uber- SetZerin.
Nach der Kündigung des langjähri- gen Mietvertrags im Zentrum der Stadt mussten für die Ambulanz neue Räumlichkeiten gefunden und um- fangreiche Umbauten vorgenommen werden, um alle Anforderungen des polnischen Nationalen Gesundheits- fonds(NFE) und des Sanitärepide- miologischen Instituts Zu erfüllen.
Die heute noch 82 Patienten- Uberlebende der Konzentrationsla- ger, der Ghettos, von Arbeitslagern
Monika Malzenska, Leiterin Zofia Horwat und eine weitere Mit- arbeiterin der Ambulanz mit Teresa Ostrowska und Matthias Tiessen(von links) beim Besuch am neuen Standort der Krakauer Finrichtung.
und deren Angehörige- werden inten- siv von Arzten, Krankenschwestern, Physiotherapeuten und Psychologen zuhause und-seit Juli 2023— auch wie- der in der Ambulanz betreut. Dass die- 8e Betreuung der oft traumatisierten Patienten und Patientinnen dringend benötigt wird, kann das gesamte hochmotivierte Team täglich spüren. In?wischen werden bereits Nachkom- men von Uberlebenden psychologisch behandelt, die unter dem KZSyn- drom ihrer Eltern oder Großeltern lei- den.
Wir freuen uns sehr, dass wir diese unschätzbar wertvolle Arbeit der Am- bulanz in Krakau auch in 2023 wieder mit 4000 Buro aus unseren Spenden- einnahmen unterstützen konnten.
Matthias Tiessen, Andreas Kilian


