Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 7
120.000 Menschen aus ihren Wohnun- gen evakuiert, hauptsächlich aus dem Süden, aber mit zunehmender Tendenz auch aus dem unter Be- Schuss der vom Li- banon aus agieren- den Hisbollah-Mi- li? liegenden Nor- den. Aber auch an den Evakuierungs-
orten sind die Menschen häufig nicht sicher: 80
wird FEilat, das we- gen seiner zahlrei- chen Touristenho- tels(S6.000 Betten) zahlreiche Flüchtlinge unterbringt, mittlerweile durch Raketen der vom Iran unter- stützten jemenitischen Huthi-Milizen bedroht.
Ergänzend wurde über die Reak- tionen in den verschiedenen bei der Tagung repräsentierten Ländern be- richtet. Insgesamt wurde deutlich, dass mit dem neuerlichen Konflikt auch ein Ansteigen„antizionisti- scher“, antisemitischer Agitation und entsprechender Angriffe gegen jüdi- sche Personen und Einrichtungen zu beobachten ist. IAK-Präsident Mari- an Turski wies auf das Ansteigen des israelbeZogenen Antisemitismus als einer weit über das rechtsextremisti- sche Spektrum hinaus zunehmend at- traktiven Spielart hin. In der Diskus-
Marian Turski, Präsident des Internationalen Auschwitz-Komi- tees, und Avi Rosental, einer der Vizepräsidenten, beim Präsidi- umstreffen Ende Oktober in Berlin.
sion wurde angemerkt, dass es eine groteske Ironie ist, dass sich gerade rechte Parteien und Organisationen derzeit als Verteidiger Israels bzw. jü- discher Menschen präsentieren, weil dies ihrer antiislamischen Agenda entgegenkommt, und sich der Antise- mitismus, z. B. in Deutschland, als ein im Wesentlichen„muslimisches Pro- blem“ redefinieren lãsst.
Ubereinstimmung unter den Teil- nehmer?innen bestand darin, dass es sich bei dem Massaker vom 7. Okto- ber um ein beispielloses, einschnei- dendes Breignis und eine ungeheure Herausforderung des Staates Israel, aber auch aller in der Brinnerungsar- beit engagierten Kräfte handelt. Dies erfordere eine klare Positionierung von allen Organisationen. Die Zeit


