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Buchenwald : Mahnung und Verpflichtung ; Dokumente und Berichte / herausgegeben von dem Inernationalen Buchenwald-Komitee .... Redaktion: Prof. Dr. Walter Bartel [und 7 weitere]
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Die Kosten der Stationierung der SS-Truppen konnten dadurch verbilligt werden, daß Sklaven der Nazis die Bauten ausführten und einrichteten, daß Häftlinge tagtäglich für die SS arbeiten mußten.

Aus den ersten uns überlieferten Schreiben geht deutlich hervor, daß wirt- schaftliche Gründe, das heißt die Gewinne, eine große Rolle spielten. Das Lager zog auch sofort nach seiner Gründung gewinnsüchtige Unternehmer an. Eine Baumaterialfabrik bot ihre Erzeugnisse an, eine andere Firma wollte eine Omnibuslinie einrichten. Erbhofbauern traten ihren Wald ab, und der Stein- bruchbesitzer Elflein verkaufte seinen Grund und Boden an die SS, obwohl ein Gutachten besagte, daß die Steine wertlos seien.!

Gewinnsucht und Machtstreben waren die Hauptgründe für die Errichtung des Konzentrationslagers auf dem Ettersberg. Zuerst führte es diesen Namen, bis dieNS-Kulturgemeinde Weimar wegen dieser Bezeichnung bei der SS vorstellig wurde,weil Ettersberg mit dem Leben des Dichters Goethe in Zu- sammenhang steht. Sie protestierte beileibe nicht gegen die Errichtung eines Konzentrationslagers, nein, sie hatte nur etwas gegen den Namen. Aus Sorge um das finanzielle Wohlergehen seiner SS-Leute und um das kulturelle Gewissen der Weimarer nicht zu belasten, gab Himmler dem Lager die Be- zeichnung:Konzentrationslager Buchenwald, Post Weimar.

Unter unsäglichen Mühen, ohne technische Hilfsmittel bauten die Häftlinge die SS-Kasernen, die Verwaltungsgebäude und das Lager auf, immer von den SS-Banditen angetrieben, geschlagen, geschunden, gemordet.

Mit Beginn der Überfälle Nazideutschlands auf andere Staaten kamen aus- ländische Häftlinge nach Buchenwald. Nach der Schlacht um Stalingrad wuchs die Zahl der Häftlinge in Buchenwald sprunghaft. Aus allen Ländern Europas mußten Häftlinge bei den großen deutschen Konzernen schuften, denn seit der Proklamierung destotalen Krieges, seit 1942 wurden immer mehr Häftlinge in der Rüstungsproduktion eingesetzt.

So war Buchenwald keine Menschenvernichtungsfabrik wie Auschwitz, es war einArbeitslager, einLager des langsamen Todes, in dem der Nazi- grundsatzVernichtung durch Arbeit praktiziert wurde.

Die Existenz des Konzentrationslagers Buchenwald war dem deutschen Volk bekannt. Nicht nur die Besucher des Lagers wußten davon, auch das Personal der Eisenbahn, das die Transporte sah, die Angestellten der Post, die Briefe mit dem Aufdruck:Konzentrationslager Buchenwald und die SS-Schreiben mit den Todesmeldungen beförderten, machten sich ihre Gedanken.

Die Weimarer sahen oft die Buchenwalder, wenn sie vom Bahnhof der Stadt mit Lastkraftwagen nach dem Ettersberg gefahren wurden. Sollten sich die Bürger Weimars nicht darüber ausgesprochen haben, als einmal am hellen Tag ein Sarg vom Transportwagen auf die Straße fiel und die Passanten sich über die skelettähnlichen Leichen aus Buchenwald entsetzten??

Durch Emigranten und auf vielen anderen Wegen drang das Wissen um die

ı IML-Buchenwald, I 9/1, Bl. 00 297, 00 796, 00 064-00 077, 00 060. = Karl Barthel,Die Welt ohne Erbarmen, Rudolstadt 1946, S. 111/112.

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