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DIE ENDLOSUNG VORBEREITUNG UND BEGINN DER ENDLOSUNG
wurden nach Berlin verlegt. Am 20. Januar kam Hitlers berühmter Streit mit Schacht dazwischen, der nach seiner Weigerung, der Er- höhung des Notenumlaufs zuzustimmen, aus dem Amt des Reichs- bankpräsidenten entlassen wurde. Dann wurden die Verhand- lungen zwischen Helmuth Wohltat, dem Vorstand der Kontroll- behörde für ausländische Kredite, einerseits und Pell und Rublee andererseits abgebrochen. Obwohl sie später auf Ersuchen des amerikanischen Generalkonsuls und des italienischen Botschaf- ters#° wieder aufgenommen wurden, erwiesen sie sich als ganz zwecklos, weil Hitler jetzt in seinem Zorn über Schacht es ablehnte, das Vermögen der Juden für diesen Zweck zur Verfügung zu stellen.
Die gleichen Schwierigkeiten ergaben sich im April, als Wohltat gestattet wurde, zwecks Besprechung einer beschränkten jüdischen Auswanderung nach Rhodesien und Britisch-Guayana nach London zu fahren. Schacht behauptete sogar in seiner Schlußrede in Nürn- berg, daß die Westmächte im Dezember 1938 eine Gelegenheit versäumt hätten, als seine Absicht noch Hitlers Unterstützung be- saß.„Wäre sie durchgeführt worden, so wäre nicht ein einziger deutscher Jude ums Leben gekommen!'.“
Soll man wirklich glauben, daß Hitler die jüdische Auswanderung während des Krieges finanziert hätte, bloß um den Verpflichtun- gen aus der von Schacht vermittelten Anleihe Genüge zu leisten, oder daß die Alliierten während der Zeit der Kriegsblockade Ju- den aus dem Reich aufgenommen hätten? Und selbst wenn die Alliierten die etwa 300000 Juden aufgenommen hätten, die im Januar 1939 unter Hitlers Herrschaft standen, wie hätten sich die Dinge in den später besetzten Gebieten gestaltet, in denen mehr als vier Millionen umkamen?
Hitler hat kaum sechs Wochen lang mit Schachts Plänen gelieb- äugelt. Am 24. Januar, vier Tage nach Schachts Entlassung, wurde die Allgewalt der Gestapo in Fragen der jüdischen Auswanderung durch die Herausgabe einer Verordnung untermauert. Göring hatte an Frick zu schreiben, daß eine Zentrale für die Auswanderung von Juden innerhalb seines Ministeriums, mit Heydrich als Chef, zu errichten sei. Zwei von Fricks Beamten sollten in diesem Amt Dienst leisten, aber das war nichts anderes als die Aufrechterhaltung des alten Scheins, daß die SS ein Teil des Innenministeriums sei. Gö- rings Auftrag an Frick— der ihm sehr gegen den Strich gegangen
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