diese auszusagen. Diese selbst werden mir vielleicht nichts tun, aber ihre Freunde. Es soll so eine starke Hilfsorganisation für die ehemalige SS geben. Wissen Sie vielleicht, wer zum Beispiel dem Zech-Nenntwich aus dem Gefängnis und gleich bis Kairo weitergeholfen hat?“ Ich wußte es nicht. Ich weiß aber von der Exi- stenz der HIAG- Hilfe auf Gegenseitigkeit—, einer sehr zahlungskräftigen Hilfsorganisation der SS. Ich kann nicht beurteilen, wie weit es sich bei diesem Zusam- menschluß um redliche Hilfe für unschuldig Benach- teiligte oder um eine Art von Bandenkameradie han- delt; jedenfalls konnte ich dem Polen die Sorge aus-
reden, heute hier noch verfolgt zu werden.
Anfangs haben wir auch Fehler bei der Begegnung mit den Zeugen gemacht. Einen Polen hatten wir am Vor- abend seiner Vernehmung mit drei Kameraden zu Freunden eingeladen, nur um ihnen einen angeneh- men Abend zu machen. Gar nicht von Auschwitz zu reden, hätte den Eindruck von Interesselosigkeit, Teil- nahmslosigkeit gemacht. So stellte die Gastgeberin ein paar freundliche Fragen, sie wollte gleichzeitig auch ihren anwesenden, erwachsenen Kindern einen nach-
haltigen Eindruck vermitteln. Die ehemaligen Häftlinge
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