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Aus Görings Schreibtisch : ein Dokumentenfund / bearbeitet von T. R. Emessen
Entstehung
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112
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lichkeit zu geben, sich eindeutig, offen und klar sein Schicksal nach eigenem Ermessen zu bestimmen.

Möge das österreichische Volk sich dann selbst seine Zukunft gestalten! Wie immer dieses Votum dann aber ausfallen wird, eines möchte ich an dieser Stelle Ihnen, Exzellenz, als dem Führer des faschistischen Italien, feierlich versichern:

1. Fassen Sie diesen Akt als nichts anderes auf denn als einen Akt der nationalen Notwehr, und damit als eine Handlung, die jeder Mann von Charakter an meiner Stelle genau so unternehmen würde. Auch Sie,. Exzellenz, könnten nicht anders handeln, wenn hier das Schicksal von Italienern auf dem Spiel stünde. Und ich als Führer des deutschen Volkes und als Nationalsozialist kann es auch nicht.

2. Ich habe in einer für Italien kritischen Zeit Ihnen die Sicherheit meiner inneren Einstellung be- wiesen. Zweifeln Sie nicht daran, daß sich auch in Zukunft hieran nichts ändern wird.

3. Was immer auch die Folge der nun kommenden Ereignisse sein möge: Ich habe gegen Frankreich eine klare deutsche Grenze gezogen, und ich ziehe sie genau so gegenüber Italien. Es ist der Brenner.

An dieser Entscheidung wird niemals gedeutelt oder gerüttelt werden. Ich habe diesen Entschluß nicht im Jahre 1938 gefaßt, sondern sofort nach

‚Ausgang des großen Krieges. Und ich habe nie daraus ein Hehl gemacht.

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