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und daß endlich in militärischer Hinsicht eine gewisse Sicherheit eingebaut wird,[daß nicht eines Tages der österreichische Staat eine Zweigniederlassung der Tschechoslowakei wird].
Herr Schuschnigg hat mir num in dieser Richtung feier- liche Zusicherung gegeben und eine dementsprechende Abmachung getroffen.
Er hat vom ersten Augenblick an diese Abmachung nicht gehalten.
Er hat aber nunmehr zu einem neuen Schlag gegen den Sinn dieser Abmachungen ansgeholt, indem er eine sogenannte Volksbefragung ansetet, die einen wahren Hohn auf jedes Plebiszit darstellt.
Die Folgen dieser beabsichtigten neuerlichen Ver- gewaltigung einer Volksmehrheit sind die befürchteten.
Das österreichische Volk bäumt sich gegen die fort- gesetzten Unterdrückungen nun endlich auf, und daraus ergibt sich zwangsläufig die N otwendigkeit für weitere Gewalttaten. Die Vertreter dieses unterdrückten Volkes in der Bundesregierung sowohl als in den anderen Kor- porationen sind daraufhin zurückgetreten.
Seit vorgestern nähert sich dieses Land wieder steigend der Anarchie.
Als verantwortlicher Führer und Kanzler des Deut- schen Reiches, aber auch als Sohn dieses Landes kann
ich dieser Entwicklung gegenüber nicht länger untätig zusehen.
Ich bin entschlossen, in meiner Heimat nunmehr Ruhe und Ordnung barzustelien und dem Volkswillen die Mög-
Die eingeklammerten Stellen[...] sind im Entwurf durch- gestrichen.
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