der österreichischen Frage mit anderen Mitteln zu ver- suchen. Aber ganz abgesehen davon, daß es mir histo- risch betrachtet immer als ein Fehler erscheinen würde, eine gewaltsame Lösung ansiatt eine von der öster- reichischen inneren Entwicklung angebotene Lösung anzustreben, möchte ich glauben, daß es für die euro- päische Gesamtlage sicherlich vorzuziehen ist, den von mir gedachten Weg zu gehen. Man wird aber, um nicht Überraschungen ausgesetzt zu sein, sich dann jetzt über den Kurs für die nächste Zukunft klar werden müssen— um so mehr, als, wie ich unnehme, die Unter- haltungen mit dem Duce doch auch die deutsch-öster- reichische Frage behandeln werden. Was diese letztere anbetrifft, so müßte m. E. der aus der Politik der„Achse“ für uns sich ergebende Vorteil doch irgendwie realisiert werden. Man könnte den Duce doch wahrscheinlich für die weitere Behandlung der österreichischen Frage auf gewisse Grundlinien festlegen. Darüber würde ich mich mit Ihnen gern in Nürnberg unterhalten. An welchem Tage werden Sie dort sein?
Zur Ergänzung der Situation füge ich noch hinzu, daß der Staatssekretär, mit dem ich den Fragenkom- plex schon vorher eingehend besprochen hatte und von dem ich eigentlich eine Unterstützung beim Kanzler erwarte, zu dessen negativen Ausführungen in keiner Weise eine irgendwie differierende Stellung einge- nommen hat.
Für heute besten Gruß und Heil Hitler!
Ihr von Papen
Am 16. November 1937 informiert Papen Göring über das Ergebnis einer weiteren Besprechung mit Guido Schmidt und empfiehlt einen Besuch Görings zum Ab- schluß eines Wirtschaftsvertrages und zur Teilnahme
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Bg. 7(Göring)


