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erhaltung der österreichischen Abneigung gegen das Prinzip nationalsozialistischer Totalität er doch seinen guten Willen auf anderen Gebieten, wie dem der Wirt- schaft und der militärischen Beziehungen, Ausdruck geben könne. Ich sei der Ansicht, daß, wenn auf diesen beiden Gebieten etwas Greifbares geschehe, er damit nicht nur sein Versprechen gesamtdeutscher Einstel- lung dokumentieren, sondern auch die Spannungen im eigenen österreichischen Lager ganz erheblich mildern werde. Der Bundeskanzler begann die sehr eingehende Erwiderung auf meine Argumente mit der Feststellung, daß die Erhaltung der vollkommenen österreichischen Unabhängigkeit für ihn ein Glaubenssatz sei, obwohl er dieses Prinzip nicht als das Ende der geschichtlichen Entwicklung betrachte. Gegenwärtig sei er aus Hun- derten von Nachrichten überzeugt, daß— wenn nicht die Reichsführung— so doch sehr starke und einfluß- reiche Teile der Partei ein Aufgehen Österreichs im Deutschen Reiche als die nächstliegende politische Auf- gabe betrachten. Die Kenntnis dieser Tatsachs verbiete ihm, auf manchen Gebieten so vorzugehen, wie er es unter anderen Umständen vielleicht tun würde.
Es folgten dann sehr lange Darlegungen über die be- kannte Klage, daß das Reich niemals aufgehört habe, seinen Einfiuß auf die österreichischen Nazis in jeder Form auszuüben. Im übrigen habe und werde Öster- reich niemals außenpolitisch etwas unternehmen, was dem Reiche schaden könne, auch sei es unzutreffend, wenn ich behauptet hätte, daß die österreichische Armee mit der Front gegen Deutschland aufgerüstet werde. Das Hauptthema seiner Einwendungen war die, wie er sagte, zunehmende Verschärfung der kulturellen Lage im Reiche. Alles in allem waren seine Erwiderungen völlig negativ, so daß an eine Änderung seiner poli- tischen Linie nicht zu denken ist. Es entsteht nun die
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