Oshimas Antwort vom 18. Mai 1938 stellt fest, daß das Verhalten Görings unverständlich sei. Bereits im Vor- jahre habe Göring wiederholt Zusicherungen für die Unterdrückung des Waffenhandels nach China gege- ben, und nun werde eine„Waffenausfuhr nach China in gewaltigem Ausmaße erneut in Erwägung gezogen“. Das könne nicht Görings eigene Ansicht sein. Im übri- gen dürften die Devisenfragen nicht mit der Frage der Waffenlieferungen verknüpft werden.
Dokument Nr. 36. Brief Oshimas an Göring:
Militärattache bei der den 18. Mai 1958 Kaiserlichen Japanischen Botschaft in Berlin
(Handschriftl. Vermerk Görings): Diktat
Z. d. A. dunn mein letzter Brief Oshima bestellen. Gg9.
Seiner Exzellenz Herrn Generalfeldmarschall H. Göring Berlin W8 Euere Exzellenz!
Hierdurch habe ich die Ihre, den Empfang des ge- fälligen Schreibens vom"7. Mai d. J., welches Ewuere Exzellenz als Beauftragter der Durchführung des Vier- jahresplans an mich gerichtet haben, mit dem Ausdruck verbindlichsten Dankes zu bestätigen. Ich war und bin stets dankbar für den von der Deutschen Regierung gefaßten Entschluß und die von ihr gegebene, ver- trauensvoll anzuerkennende Zusicherung, seit dem Be- ginn der Affäre in China, in bezug auf die Unter- drückung von Waffenlieferungen aus Deutschland nach jenem Lande.
69


