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Philharmonie den Polen zu gewähren, die wir den ausländischen Jour- nalisten zeigen, so bedeutet das garnichts. Die Leute machen Musik in unserem Sinne und wenn wir sie nicht mehr brauchen können, lösen wir dieses Institut auf. Im übrigen muß man das alles mit Vernunft und Ruhe betrachten. Wir unterhalten Landschulen und technische Fachschulen, wir lassen Medizinalpraktikanten ausbilden, die aber keinen akademischen Rang oder Titel erhalten können. Wir müssen aber dafür sorgen, daß eine Millionenbevölkerung hier arbeiten, sich beschäftigen und dabei gesund bleiben kann. Das geschieht nicht im Interesse der Polen, sondern der Deutschen in diesem Raum und des deutschen Volkes, was man im Reich meistens nicht erkennt.
Goebbels macht sich hingegen andere Sorgen:
19. 4. 1942:
Sehr starke Diskussionen werden in den einschlägigen Kreisen ver- anstaltet über die Frage, was mit den jüdischen Mischlingen zu ge- schehen habe. Zweifellos bilden sie ein ernstes Hindernis für die radi- kale Lösung der Judenfrage. Einerseits wird der Standpunkt ver- treten, man solle sie sterilisieren, andererseits der Standpunkt, sie sollten ausgewiesen werden. Die Standpunkte sind noch nicht so weit geklärt, daß man sich selbst dazu entscheiden könnte.
Nach dem Kriegswinter 1942/43 und der Nieder- lage bei Stalingrad klingt ein neuer Ton in den Reden der führenden Nationalsozialisten an. Frank erklärt in einer Arbeitssitzung, die sich am 25. Januar 1943 im Schloß Belvedere in Warschau mit Sicherheitsfragen befaßt:
...Die große Aufgabe, die uns gestellt ist, wird immer schwieriger. Uns wird niemand helfen, sondern wir sind voll und ganz nur auf uns gestellt. Der Führer kann uns nur helfen als einer Art Ver- waltungsinsel oder Verwaltungsigel. Wir müssen um uns schlagen.
Bei aller Kritik an den Methoden, die wir gehört haben— Sie kennen meine grundsätzliche Auffassung, ich brauche sie in diesem Kreise nicht zu sagen—, möchte ich eins betonen: zimperlich dürfen wir nicht sein, wenn wir die Zahl von 17 000 Erschossenen hören. Diese Erschossenen sind eben auch Kriegsopfer. Wenn wir diese Zahl in ein Verhältnis setzen zu dem, was das deutsche Volk ununterbrochen jeden Tag und jede Stunde an unersetzlichsten Blutopfern bringt, so fällt sie überhaupt nicht ins Gewicht. Wir sind jetzt verpflichtet, zu- sammen zu halten. Jeder muß dem anderen Verständnis entgegen- bringen, er muß überzeugt sein, daß er sein Bestes tut. Voraussetzung ist immer, daß wir keine persönliche Lockerung eintreten lassen. Wir wollen uns daran erinnern, daß wir alle miteinander, die wir hier versammelt sind, in der Kriegsverbrecherliste des Herrn Roosevelt figurieren. Ich habe die Ehre, Nummer 1 zu sein. Wir sind also sozu-
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