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So sollte es werden
Nicht nur„Lebensunwerte“ und„rassisch Minderwertige“, Ju- den und Zigeuner, wurden getötet. Das Mordprogramm war um- fangreicher. Die Slawen sollten Sklaven werden— und weniger als das.
Frank, der als Generalgouverneur für die national- sozialistische Politik den Polen gegenüber zuständig war, schilderte anschaulich, welches Schicksal diesem Volk bereitet werden sollte. Am 30. Mai 1940 führte er— wie in seinem Tagebuch nachgelesen werden kann— in einer Besprechung mit Polizeileitern aus:
Ich gestehe ganz offen, daß das Befriedungsprogramm einigen Tau- send Polen das Leben kosten wird, vor allem aus der geistigen Führer- schicht Polens. Für uns alle als Nationalsozialisten bringt aber diese Zeit die Verpflichtung mit sich, dafür zu sorgen, daß aus dem polni- schen Volk kein Widerstand mehr emporsteigt. Ich weiß, welche Verantwortung wir damit übernehmen. Aber es ist klar, daß wir das tun können und zwar gerade aus der Notwendigkeit heraus, den Flankenschutz des Reiches im Osten zu übernehmen. Aber mehr noch: SS-Obergruppenführer Krüger und ich haben beschlossen, daß die Befriedungsaktion in beschleunigter Form durchgeführt wird. Ich darf Sie bitten, meine Herren, uns mit Ihrer ganzen Energie bei der Durchführung dieser Aufgabe zu helfen. Was von mir aus geschehen kann, um die Durchführung dieser Aufgabe zu erleichtern, wird ge- schehen. Ich appelliere an Sie als nationalsozialistische Kämpfer, und mehr brauche ich wohl dazu nicht zu sagen. Wir werden diese Maß- nahme durchführen, und zwar, wie ich Ihnen vertraulich sagen kann, in Ausführung eines Befehls, den mir der Führer erteilt hat. Der Führer hat mir gesagt: Die Frage der Behandlung und Sicherstellung der deutschen Politik im Generalgouvernement ist eine ureigene Sache der verantwortlichen Männer des Generalgouvernements. Er drückte sich so aus: Was wir jetzt an Führerschicht in Polen festge- stellt haben, das ist zu liquidieren, was wieder nachwächst, ist von uns sicherzustellen und in einem entsprechenden Zeitraum wieder wegzu- schaffen. Daher brauchen wir das Deutsche Reich und die Reichsorga- nisation der deutschen Polizei damit nicht zu belasten. Wir brauchen
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