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... wir haben es getan : Selbstporträts in Tagebüchern und Briefen 1939 - 1945 / Hermann Langbein
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habhaft

17. 5. 1942: Is in B

Wir versuchen die noch in Berlin verbliebenen Juden jetzt in roße G größerem Umfange nach dem Osten zu evakuieren. Ein Drittel aller daranset in Deutschland noch wohnenden Juden befindet sich in der Reichs- Die V hauptstadt. Das ist natürlich ein auf die Dauer unerträglicher Zu- hat besı stand. Hauptsächlich ist er darauf zurückzuführen, daß in Berlin ver- Madeit hältnismäßig viele Juden in der Rüstungsindustrie beschäftigt sind Kr ge und nach einer Verordnung auch ihre Familienmitglieder nicht eva- hlick nie kuiert werden dürfen. Ich strebe eine Aufhebung dieser Verordnung Mann es an und werde alle die Juden, die nicht unmittelbar in kriegswichtigen m leber Betrieben beschäftigt sind, aus Berlin herauszubringen versuchen. Hihtme

2. März 1943:

.. Wir schaffen nun die Juden endgültig aus Berlin hinaus. Sie

sind am vergangenen Samstag schlagartig zusammengefaßt worden 9.Mäi

und werden nun in kürzester Frist nach dem Osten abgeschoben. Leider I hat sich auch hier wieder herausgestellt, daß die besseren Kreise, ins- Be

besondere die Intellektuellen, unsere Judenpolitik nicht verstehen und Do sich zum Teil auf die Seite der Juden stellen. Infolgedessen ist unsere 2:; Aktion vorzeitig verraten worden, so daß uns eine ganze Menge von Bau Juden durch die Hände gewischt sind. Aber wir werden ihrer doch EM: noch habhaft werden. Jedenfalls werde ich nicht ruhen, bis die Reichs- Er hauptstadt wenigstens gänzlich judenfrei geworden ist... Er

6. März 1943:>\

-.. Schacht hält mir einen langen Vortrag über die augenblickliche u Lage in Berlin auf Grund des letzten Luftangriffs. Sie ist doch hin 5 außerordentlich ernst. Die in der Reichshauptstadt angerichteten a Schäden sind sehr bedeutend, und wir werden schätzungsweise sechs bis acht Monate nötig haben, um sie halbwegs wieder in Ordnung zu bringen.

Gerade in diesem Augenblick hält der SD es für günstig, in der Judenevakuierung fortzufahren. Es haben sich da leider etwas un- A. Ar liebsame Szenen vor einem jüdischen Altersheim abgespielt, wo dieNege Bevölkerung sich in größerer Menge ansammelte und zum Teil sogarllshal für die Juden etwas Partei ergriff. Ich gebe dem SD Auftrag, die ee Judenevakuierung nicht ausgerechnet in einer so kritischen Zeit fort- Nuden zusetzen. Wir wollen uns das lieber noch einige Wochen aufsparen; ea, W dann können wir es umso gründlicher durchführen... 2\

vuden ı Osten,,

11. März 1943: .. Die Evakuierung der Juden aus Berlin hat doch zu manchen Mißhelligkeiten geführt. Leider sind dabei auch die Juden und Jüdin- a A

nen aus privilegierten Ehen zuerst mit verhaftet worden, was zu Ba großer Angst und Verwirrung geführt hat. Daß die Juden an einemten( Tage verhaftet werden sollten, hat sich infolge des kurzsichtigen Ver- Auhin haltens von Industriellen, die die Juden rechtzeitig warnten, als Schlag Geiseln ins Wasser herausgestellt. Im ganzen sind wir 4000 Juden dabei nicht| liche

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