„Liquidiert sie selber!“
Die nationalsozialistische Führung betrachtete die„Euthanasie‘“- Aktion als eine Art Generalprobe, eine Schule für Mörder. Hit- lers Plan, ganze Völker auszurotten, ist alt. Daß die Juden ein solches Schicksal erleiden sollten, drückte bereits die Parole ‚„Juda verrecke!“ aus. Aktuell wurde dieser Programmpunkt, als Hitler im Sommer 1941 den Krieg gegen Rußland begann.
Das kommentiert sein Vertrauter Goebbels in sei- nem Tagebuch mit folgenden Worten:
14. Februar 1942:
... Mit dem Bolschewismus wird zweifellos auch das Judentum seine große Katastrophe erleben. Der Führer gibt noch einmal seiner Mei- nung Ausdruck, daß er entschlossen ist, rücksichtslos mit den Juden in Europa aufzuräumen. Hier darf man keinerlei sentimentale Anwand- lungen haben. Die Juden haben die Katastrophe, die sie heute erleben, verdient. Sie werden mit der Vernichtung unserer Feinde auch ihre eigene Vernichtung erleben. Wir müssen diesen Prozeß mit einer kalten Rücksichtslosigkeit beschleunigen, und wir tun damit der leidenden und seit Jahrtausenden vom Judentum gequälten Menschheit einen un- schätzbaren Dienst. Diese klare judenfeindliche Haltung muß auch im eigenen Volke allen widerspenstigen Kreisen gegenüber durchgesetzt werden. Das betont der Führer ausdrücklich, auch nachher noch einmal im Kreise von Offizieren, die sich das hinter die Ohren schreiben kön- nen...
Auch bei seinen Unterredungen mit Hitler wird diese Frage unmißverständlich behandelt, wie Goebbels sei- nem Tagebuch anvertraut:
20. März 1942:
... Wir sprechen zum Schluß noch über die Judenfrage. Hier bleibt der Führer nach wie vor unerbittlich. Die Juden müssen aus Europa heraus, wenn nötig, unter Anwendung der brutalsten Mittel...
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