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Ordinarius und Direktor des Instituts für Pädagogik an der Kieler Universi- tät
Ebenso wie Rauch trat Wilhelm in der Zeit des Faschismus als Antisemit und Rassenhetzer auf. So forderte er 1944,„Judentum und Freimaurerei gänzlich aus dem nationalen Leben auszusperren... Die grundlegende Bedeutung die- ser Tatsache für das europäische Geistesleben liegt auf der Hand. Sie wird noch dadurch unterstrichen, daß sich, je länger der Krieg dauert, um so unheim- licher der innere Zusammenhang zwischen dem jüdischen Weltbild und der vom Bolschewismus angestrebten Weltordnung offenbart.“(„Die kulturelle Kraft Europas im Kriege“, 1944)
Der SA-Mann und Aktivist der NSDAP Wilhelm wurde 1934 als Redak- teur der„Internationalen Zeitschrift für Erziehung“ eingesetzt, nachdem der Kölner Professor Friedrich Schneider wegen seiner demokratischen Gesinnung aus der Redaktion entfernt worden war. Wilhelm wurde vom neuen Heraus- geber dieser Zeitschrift, Alfred Baeumler, in die Redaktion berufen.
Baeumler war an der Berliner Universität Professor für politische Bildung und gleichzeitig„Reichsamtsleiter” beim„Beauftragten des Führers für die ge- samte geistige und weltanschauliche Erziehung der NSDAP. Er war der Initia- tor der faschistischen Bücherverbrennung. Wilhelm rechtfertigte das Vertrauen, das„Reichsamtsleiter” Baeumler in ihn setzte, und trat als radikaler Verfechter der faschistischen Erziehungsziele in der Zeitschrift auf. Im Jahre 1935 er- klärte er in einem Artikel:
„Die führende Rolle in der(national-)sozialistischen Erziehung des deutschen Volkes kommt jedoch der SA und dem Arbeitsdienst zu... Die Schule ist immer noch mit liberalen Erziehungszielen belastet. Im Gegensatz dazu er- wachsen die SA und der Arbeitsdienst direkt aus dem Kampt der deutschen Jugend und jener Generation, die um eine Volkseinheit rang.“(„Internationale Zeitschrift für Erziehung“, 1935)
Mit Artikeln wie„Ziele und Ergebnisse der nationalsozialistischen Erzie- hung“(1939) und„Rasse als Grundbegriff der Erziehungswissenschaft“ beein- flußte er die faschistische und antisemitische Erziehung in den Schulen.
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Mit Georg von Rauch und Theodor Wilhelm ist er der dritte Nazi-Ideologe im „Wissenschaftlichen Prüfungsamt für das Lehramt an höheren Schulen in Schles- wig-Holstein”; ferner Ordentlicher Professor und Prodekan der Theologischen Fakultät, Direktor des Theologischen Seminars und Direktor des Sozialethi- schen Instituts an der Kieler Universität


