Wilhelm Theodor heute:
des„Johann-Gottiried-Herder-Forschungsrates“, des„Baltischen Forschungs: institutes“ in Bonn, des„Ostkollegs” der„Bundeszentrale für politische Bil- dung“ und der„Baltischen Historischen Kommission“
Georg von Rauch stammt aus einer deutsch-baltischen Adelsfamilie. Von 1936 bis 1939 war er Dozent am philosophisch-theologischen Luther-Institut an der Universität Dorpat. Er gehörte dort zu den„Ostforschern“, die als fa- schistische 5. Kolonne wirkten. Von Rauch arbeitete an den Zeitungen„Joms- burg“ und„Deutsches Archiv für Landes- und Volksforschung” mit. Sie wurden von der„Nord- und Ostdeutschen Forschungsgemeinschaft” herausgegeben- einem Zentrum des Kampfes gegen die östlichen Nachbarvölker Deutschlands. In den letzten Kriegsjahren stand die Forschungsgemeinschaft unter direkter Leitung des Reichssicherheitshauptamtes. Mit Artikeln, wie„Eine Polemik zur Judenfrage in Kurland“(in:„Jomsburg“, 1941) und„Zur Judenfrage in Ruf- land“(in:„Deutsche Post aus dem Osten“, Nr. 11, 1941), unterstützte und recht- fertigte von Rauch die Judenvernichtung der deutschen Faschisten.
Von 1943 bis 1945 war er Dozent an der„Reichsuniversität” in Posen. Sie war von dem als Kriegsverbrecher gehängten„Generalgouverneur” der okku- pierten polnischen Gebiete, Frank, gegründet worden. Dort arbeitete von Rauch aktiv in der„Reichsstiftung für die deutsche Ostforschung“ mit und setzte seine ganze Kraft zur Rechtfertigung des Vernichtungsfeldzuges gegen die Völker der Sowjetunion ein. In diesem Sinne schrieb er auch sein Buch„Die Universität Dorpat und das Eindringen der frühen Aufklärung in Livland 1690 bis 1710”. Darin beschwört er mit„historischen“ Argumenten eine russische Gefahr und den„kulturvernichtenden Charakter der russischen Nachbarschaft“.
In seinem Lebenslauf aus dem Jahre 1942 schrieb von Rauch:„Nachdem ich in den Jahren 1928/29 im Reich an Versammlungen der NSDAP teilgenommen hatte, schloß ich mich 1933 der nationalsozialistischen Bewegung in Estland an und habe mich am Aufbau der Ortsgruppe Dorpat beteiligt. Ich gehörte zur Kreisleitung Dorpat und war zeitweilig- noch ehe die Bewegung legal arbei- ten konnte— stellvertretender Kreisleiter in Dorpat... Als Parteianwärter habe ich mich 1939 am Aufbau der Parteiorganisation in Posen beteiligt und bin Presseamtsleiter einer Posener Ortsgruppe. Außerdem bin ich Mitglied des NS- Dozentenbundes und des NS-Altherrenbundes...“(Universität Posen, Reichs- universität)
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Mit Georg von Rauch gehört er zu den Mitgliedern des„Wissenschaftlichen Prüfungsamtes für das Lehramt an höheren Schulen in Schleswig-Holstein‘;
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