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Braunbuch : Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik ; Staat, Wirtschaft, Armee, Verwaltung, Justiz, Wissenschaft / Herausgeber: Nationalrat der Nationalen Front des Demokratischen Deutschland
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Gerstenmaier Eugen, Dr. heute:

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Pädagogen, Journalisten und Autoren sind die westdeutschen Universitäten, das Erziehungswesen, die Massenmedien und große Teile der Literatur wioder zu Heimstätten eines gefährlichen Neonazismus geworden. Die Verantwortung dafür trägt allein die westdeutsche Regierung.

Sie prägen das geistige Gesicht des Bonner Staates

NAZI-PROPAGANDIST IN GEHEIMER MISSION

Präsident des westdeutschen Bundestages, Mitglied der Synode der Evansglı- schen Kirche Deutschlands, Miiglied des Präsidiums der CDU, Präsident er Deutschen Aftrika-Gesellschaft, Mitglied des Europarates

Schon lange vor der Errichtung der faschistischen Diktatur bekannte sich Ger- stenmaier zur Nazi-Bewegung. Als Hitler im Jahre 1923 gegen die Weimarer Republik putschte, trat Gerstenmaier in die SA ein. Seit 1931 war erAnits- leiter in der Reichsführung derDeutschen Studentenschaft imNatiosal- sozialistischen Deutschen Studentenbund. Gerstenmaier war einer der ewo- nierten Verfechter desFührergedankens und des Nazismus in der evanige- lischen Kirche.

Nach der Errichtung der faschistischen Diktatur erhoben sich im Ausland, nicht zuletzt unter der christlichen Bevölkerung, immer machtvoller die Stm- men des Protestes gegen die Vernichtungs- und Unterdrückungspolitik der Nazi-Führung. Der Theologe Gerstenmaier wurde in dieser Zeit zu einem wäirt- vollen Propagandisten des Hitler-Regimes. Er reiste, oft getarnt, in die skardi- navischen und vor allem in die südosteuropäischen Länder. Dokumente aus der damaligen Zeit beweisen eindeutig, daß der Auftraggeber das faschistischeAus- wärtige Amt war und die Reisen der Nazi-Propaganda dienten.(Siehe Tafel 38, Schreiben vom 22. und 23. September 1939, Deutsches Zentralarchiv Potsdam, AA, Nr. 48 050/1)

Als nach dem Überfall auf die Sowjetunion der Widerstandskampf der\Öl- ker auf dem Balkan immer stärker wurde, fuhr Gerstenmaier im Auftrage&es faschistischen Auswärtigen Amtes in diese Gebiete, um mit Hilfe der Ottlio- doxen Kirche die Volksbewegung zu spalten und zu zerschlagen. In einem ie- richt über diese Reise, die vom 2. bis zum 22. September 1941 dauerte, schrelbt Gerstenmaier:

Im Einvernehmen mit Herrn Gesandten Benzler schlage ich vor, möglichst rasch eine geeignete kirchliche Führung wieder herzustellen. Da der z. Zi.&ie Patriarchatsgeschäfte ohne Mandat verwaltende Metropolit Jossif mir als&b- solut deutschfeindlich dargestellt wurde..., halte ich es...(für) geboten, tt