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dort für die„Befriedung” durch die SS und Polizei verantwortlich gewesen und hatte sich bei der„Germanisierungspolitik”, vor allem bei der Ausrottung der Vertreter der polnischen Intelligenz, hervorgetan.
Auch im RSHA wütete er gegen das polnische Volk und„Angehörige der Ostvölker“. Am 5. November 1942 sandte er einen Schnellbrief an alle Sipo- und SD-Dienststellen über die„Strafrechtspflege gegen Polen und Angehörige der Ostvölker”. Danach sollte auf die Durchführung ordentlicher Strafverfah- ren verzichtet und eine unmittelbare Auslieferung an die Henker erfolgen.
Für seine Verbrechen, vor allem auch als„Kommandeur der 19. lettischen SS-Grenadierdivision“, wurde er in der Sowjetunion zu lebenslänglichem Zucht- haus verurteilt, später als nicht amnestierter Kriegsverbrecher an die Bundes- republik übergeben. Entgegen der übernommenen Verpflichtung, ihn weiter in Haft zu halten, ließ der Bonner Staat ihn frei.
CHEF DES„VORKOMMANDOS MOSKAU“
Direktor der Porsche-Diesel-Motorenbau-GmbH Friedrichshafen, einer Tochter- gesellschatt der Mannesmann AG; Agent mit„besonderen Erfahrungen“ beim „Bundesnachrichtendienst”(mit 4000 anderen SS-Offizieren und SD-Spitzeln).
Six trieb es bereits 1930 in die NSDAP(Nr. 245670) und 1935 in die SS(Nr. 107480). Schon am 20. April 1935 wurde er Chef des Amtes II im Sicher- heitshauptamt der Reichsführung SS, später Leiter des Amtes II und des dar- aus hervorgegangenen Amtes VII des Reichssicherheitshauptamtes. Damit brachte er alle Voraussetzungen eines Chefs des„Vorkommandos Moskau“ mit. Diesen Posten übernahm er im Jahre 1941.
Im Verlauf des Einsatzgruppenprozesses(Fall IX), zu deren 24 Angeklagten er zählte, wurde u. a. festgestellt, daß Six und Konsorten der Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und Mitgliedschaft in verbrecherischen Organisationen für schuldig befunden sind. Sie sind verantwortlich am Tod von über einer Million Menschen(Vgl. Nürnberger Prozeß, Fall IX, S. 27)
Als Chef des„Vorkommandos Moskau” kam Six am 25. Juli 1941 in Smo- lensk an. Er blieb dort bis Ende August 1941 und kehrte dann nach Berlin zu- rück. Dieses Kommando sollte— nach Aussagen von Six vor dem alliierten Militärtribunal— sobald die deutschen Truppen in Moskau einträfen, die dor- tigen Archive und Dokumente sicherstellen. Tatsache jedoch ist,„daß das Vor- kommando Moskau, während es unter der Leitung von Six stand, zur Liquidie- rungsaktion gebraucht wurde und daß außerdem die Sicherstellung von Dokumenten in Rußland nicht aus wirtschaftlichen und kulturellen Gründen geschah, sondern in der Absicht, Listen kommunistischer Funktionäre zu er-


