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stapoleitstelle notierte dazu,„daß in der weiteren Bearbeitung des Vorganges besonders... auf Lübke zurückgegriffen werden kann“.(Siehe Tafel 13)
1934 wurde Lübke auf Grund eines faschistischen Gesetzes über die Gewäh- rung von Straffreiheit erstmals Nutznießer des Hitler-Regimes. Eine Straf- kammer beim Landgericht Berlin beschloß, ein Strafverfahren gegen Lübke und Komplicen wegen„Veruntreuung, Urkundenbeseitigung und anderen gro- ben Unredlichkeiten“ einzustellen. Dabei wurde jedoch ausdrücklich betont, daß„das Verfahren weder ihre Unschuld ergeben noch dargetan hat, daß gegen sie ein begründeter Verdacht nicht vorliegt“.(Mecklenburgisches Landeshaupt- archiv, Mecklenburgisches Staatsministerium, Siedlungsgesellschaft Bauern- land AG, S. 47, siehe Tafel 9)
Seit dieser Zeit gehört Lübke zu denen, die den Faschismus bis zur bedin- gungslosen Kapitulation ebenso bedingungslos unterstützten.
Als Organisator geheimster und kriegswichtigster Rüstungsvorhaben der faschistischen Führung war Lübke maßgeblich am massenweisen Einsatz vof KZ-Häftlingen beteiligt. Er arbeitete als stellvertretender Leiter des Baustabes Schlempp beim Aufbau der Produktionsstätten der berüchtigten V-Waffen. Im Raum von Peenemünde leitete er 40 Baustellen persönlich!
1944 wurde Lübke mit dem Aufbau des Konzentrationslagers Leau, als Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald, eine besonders wichtige und äußerst geheime Aufgabe übertragen. Um den verheerenden Verlusten der Nazi-Luftwaffe zu begegnen, war im Frühjahr 1944 ein sogenannter Jäger- stab gebildet worden. Der„Jägerstab“ erhielt von Kriegsverbrecher Speer die Aufgabe, die Rüstungsbetriebe der Flugzeugindustrie aus den bombengeschä- digten oder gefährdeten Betrieben in unterirdische Produktionsstätten zu ver- lagern und die Produktion mit allen Mitteln auf Hochtouren zu bringen. Ihm wurde auch der Baustab Schlempp mit seinem stellvertretenden Leiter Lübke zugeteilt.
Hierzu forderte Lübke als oberster Bauführer des Baustabes Schlempp 2000 KZ-Häftlinge aus dem KZ Buchenwald an, die in Peißen bei Bernburg schwerste Betonierungs- und Transportarbeiten unter Tage in zwei Schichten zu je 12 Stunden ausführen mußten. Die ersten Häftlinge wurden Ende August 1944 in Zelten untergebracht. Die katastrophalen Verhältnisse begünstigten eine Ruhrepidemie. Viele Häftlinge starben. Für die weiteren Häftlinge wurde ein Konzentrationslager in 400 Meter Tiefe angelegt. Hier siechten 500 Men- schen unter grausamen Bedingungen dahin. Anläßlich einer Besprechung auf dem Gelände des KZ Leau, Anfang September 1944, die Lübke leitete, wurde mit Genugtuung festgestellt, daß„die Arbeiten nunmehr auf breitester Front sichtbare Fortschritte machen“.(Siehe Tafel 10, Archiv des VEB Kaliwerk Bern- burg, Bestand: Kali-Werk Friedenshall.) Die in dem Dokument über diese Be- sprechung genannte Firma ATG Leipzig gehörte dem Kriegsverbrecher Flick.


