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Zehntausende Häftlinge in den konzerneigenen Konzentrationslagern zu- grunde gingen.
Nicht nur in Krupps eigenen Konzentrationslagern wurden Tausende zu Tode geschunden; Krupp zog seine Profite auch aus dem Massenvernichtungs- lager Auschwitz. Das geht aus einem Schreiben der Friedrich Krupp AG vom 8. September 1942 an die IG-Farben-Industrie hervor. In dem Schreiben an den Kriegsverbrecher Dürrfeld vom IG-Farben-Konzern heißt es u.a.:
„Mit der Bitte um vertrauliche Behandlung teilen wir Ihnen mit, daß unsere Firma im Begriffe steht, in Räumen und mit Arbeitskräften, die uns von der SS zur Verfügung gestellt werden, in Auschwitz die Fertigung wehrmachtswich- tiger Teile aufzuziehen...“(Archiv des VEB Buna-Werk, Bestand: IG-Farben- Konzern)
Im Prozeß vor dem USA-Militärgerichtshof in Nürnberg wurde Krupp 1948 wegen Kriegsverbrechen zu 12 Jahren Gefängnis und Einziehung seines ge- samten Vermögens verurteilt. Bereits im Januar 1951 wurde er auf Antrag der Adenauer-Regierung aus dem Gefängnis entlassen und die Beschlagnahme sei- nes Vermögens aufgehoben. Die Bonner Regierung hatte bereits damals den Krupp-Konzern als Eckpfeiler der Wiederaufrüstung auserkoren.
Marioneiten der Monopole
Die engsten Vertrauensleute der Kriegsverbrecher-Konzerne aus dem faschisti- schen Staats- und Wirtschaftsapparat übernehmen hohe Regierungsfunktionen im Bonner Staat.
KZ-BAUFÜHRER Präsident der Bundesrepublik
Jahrelang konnte sich Lübke der westdeutschen Bevölkerung als Verfolgter des Nazi-Regimes präsentieren, bis im Jahre 1964 von der DDR an Hand von Originaldokumenten der ehemaligen Gestapoleitstelle Stettin vor der inter- nationalen Presse nachgewiesen werden konnte: Heinrich Lübke war zumin- dest seit 1940 Vertrauensmann der Gestapo. Als Stellvertreter des Leiters der „Baugruppe Schlempp“- zu Kriegsbeginn ein Rüstungsbaustab des„General- bauinspekteurs für die Reichshauptstadt“, später des NS-Rüstungsministers Speer innerhalb des sogenannten Jägerstabes— war Lübke an der Errichtung eines„Sonderlagers der Geheimen Staatspolizei Peenemünde” beteiligt. Er drohte, arbeitsunwillige Belegschaftsmitglieder dorthin einzuweisen. Die Ge-
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