Krupp Alfried heute:
Nach Kriegsende stand Flick unter der Anklage, Kriegsverbrechen und Ver- brechen gegen die Menschlichkeit als Ausbeuter von Sklavenarbeitern began- gen zu haben. Flick wurde 1947 zu 7 Jahren Haft verurteilt. Ihm wurde jedoch während der Haft gestattet, Vorstandssitzungen abzuhalten! Bereits am 3.Februar 1951 wurde Flick ebenfalls auf Fürsprache der Bonner Regierung wieder entlassen.
SYMBOL DER UNHEILVOLLEN KRÄFTE
Er steht in der ersten Reihe der mächtigen deutschen Konzerne. Mit über 104 Unternehmungen, die ein unübersehbares Fabrikationsprogramm haben, erzielt er einen Gesamtumsatz von fast 6 Milliarden DM pro Jahr. Davon kommt ein beachtlicher Teil aus dem Sektor Aufrüstung.
Alfried Krupp von Bohlen und Halbach ist seit 1937 an der Gesamtführung des Krupp-Rüstungskonzerns beteiligt. Als Vorsitzender des Aufsichtsrates und später als Alleinbesitzer des Riesenkonzerns hat er keinen geringen Anteil an der Entwicklung und Stärkung der faschistischen Kriegswirtschaft. Seine Rolle wurde vom Hauptankläger der Vereinigten Staaten von Amerika vor dem Internationalen Gerichtshof folgendermaßen dargestellt:
„Krupp von Bohlen—- ebenso wie Alfried- lieh seinen Namen, sein Prestige und seine finanzielle Unterstützung, um die Nazipartei mit ihrem klar erkenn- baren Programm, einen neuen Krieg zu enttesseln, in Deutschland an die Macht zu bringen... Nachdem der Krieg dann ausgebrochen war— wofür beide Krupps, sowohl Gustav von Bohlen als auch Altried, unmittelbar verantwort- lich sind— führten sie die deutsche Industrie, unter Verletzung von Verträgen und dem Internationalen Recht, an. Sie beschäftigten Zwangsarbeiter, die aus beinahe allen von Deutschland besetzten Ländern geprebt und von dort herbei- geschleppt worden waren... Es sind reichlich Beweise vorhanden, daß diese Arbeiter in Krupps Gewahrsam und in Krupps Diensten unterernährt und überanstrengt, mißbraucht und unmenschlich behandelt wurden.“(IMT, Bd. 1, 5.148 und 149)
Der amerikanische Hauptankläger traf den Kern der historischen Wahrheit, wenn er sagte, daß„der Krupp-Konzern Symbol und Nutzniehber der unheil- vollen Kräfte ist, die den Frieden Europas bedrohten“.
Krupp konnte bereits in den ersten fünf Jahren der faschistischen Auf- rüstung einen Reingewinn von 500 Millionen Mark verbuchen. Im fünften Kriegsjahr, 1944, erhielt die Kriegsverbrecherfamilie einen buchmäßigen Pro- fit von über 110 Millionen Mark— zusammengerafft durch die Ausbeutung von 250 000 Menschen, die in Krupps 81 Betrieben eingesetzt waren, und von denen
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