Druckschrift 
Braunbuch : Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik ; Staat, Wirtschaft, Armee, Verwaltung, Justiz, Wissenschaft / Herausgeber: Nationalrat der Nationalen Front des Demokratischen Deutschland
Entstehung
Seite
35
Einzelbild herunterladen

Vorsitzen: Anilin- un ertretender tbau, Vor °xponierler amisationen

saß Abs je ausländi es Ausmal lie Behand: 1gsarbeit Vereinigten estierte en ihrten Mät uten würde bes, interes yofit konnte

ınk, die ein! r Teilhaber Die Deutscht 'gutschen RE ‚llitenstaale! Kraft ein ai us-Otfiee© 8 95 5.

wien IN Alt

afe nicht ver!

Flick Friedrich heute:

35

nicht vom westdeutschen Finanzminister, sondern von Hermann Abs ge- leitet.

Dieser Kriegsverbrecher wurde bereits im Jahre 1953 für seine Tätigkeit zur Wiederherstellung und Festigung der Macht des deutschen Finanzkapitals in der Bundesrepublik mit einer der höchsten Auszeichnungen Westdeutschlands, dem Großen Bundesverdienstkreuz mit Stern, dekoriert.

Auch das Franco-Regime verlieh 1960 Hermann Abs für seineVerdienste um das faschistische Spanien einen hohen Orden.

KOMMISSIONÄR GÖRINGS

Einer der einflußreichsten Monopolisten des deutschen Imperialismus. In sei- ner Hand ist eine Macht konzentriert, die ihresgleichen sucht. Er gehört zu den wichtigsten Finanziers der atomaren Bewaffnung der Bundesrepublik: Er hat sich rechtzeitig staatliche Konzessionen für die wichtigsten Uranerzvorkom- men in Westdeutschland gesichert, deren Abbau für die Atomrüstung immer mehr beschleunigt wird.

Friedrich Flick hat sich schon vor Jahrzehnten durch hemmungslose Speku- lationen auf Kosten des deutschen Volkes ein ungeheures Vermögen zusam- mengeraubt. Er unterstützte stets die reaktionärsten Gruppen der deutschen Politik mit hohen Geldbeträgen. Schon im November 1932 überwies Flick dem Sonderfonds Himmler einen Vorschuß von 100000 RMfür besondere Zwecke. Gleichzeitig unterzeichnete er mit den deutschen Großindustriellen und den Großbanken ein Schreiben an Hindenburg, in dem die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler gefordert wurde.

AlsKommissionär Görings, wie sich Flick selbst bezeichnete, bereicherte er sich maßlos an den Arisierungsmaßnahmen der Faschisten. Während des zwei- ten Weltkrieges übernahm er in den okkupierten Ländern zahlreicheTreu- händerschaften. In einem Schreiben vom 1. November 1940 an Göring forderte Flick einen großen Teil der Lothringischen Eisenindustrie, den er dann auch von Göring bereitwilligst erhielt.

Bei derAusschlachtung ukrainischer Hüttenwerke, wie der Flick-Konzern- Beauftragte Hüttner diesen Raub in der Sowjetunion bezeichnete, war Flick mit von der Partie. In den Betrieben des Flick-Konzerns waren über 40 000 aus- ländische Zwangsarbeiter, KZ-Häftlinge und Kriegsgefangene eingesetzt.

Die Millionen, die ihm die Inflation nach dem ersten Weltkrieg eingebracht hatte, wurden im zweiten Weltkrieg zu Milliarden. Als Wehrwirtschaftsführer und Mitglied desFreundeskreises Himmlers machte er seine schmutzigen Ge- schäfte mit dem Blut der Völker.