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Braunbuch : Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik ; Staat, Wirtschaft, Armee, Verwaltung, Justiz, Wissenschaft / Herausgeber: Nationalrat der Nationalen Front des Demokratischen Deutschland
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DDR an Dürtteld DIREKTOR DES KRIEGSVERBRECHERKONZERNS abgeblich, Walter

Mensche; heute: Vorstandsmitglied der Scholven-Chemie AG(IG-Farben-Konzern) und Inhaber wurde di. vieler Aufsichtsrats- und Beiratsmandate.

Walter Dürrfeld war vor 1945 Direktor des IG-Farben-Konzerns. Er trug die

tretern in Verantwortung für das Bauvorhaben Auschwitz. Dürrfeld gehörte zu den ischen Aus Unterhändlern, die im Frühjahr 1941 mit SS-Obergruppenführer Wolff in yemikalien, Berlin die grundlegenden Verhandlungen über den massenweisen Einsatz von in. den Auf- Häftlingen in Auschwitz führten. nehmen aul Alle Einzelheiten des Einsatzes von KZ-Häftlingen und der Zusammen- arbeit mit der SS in Auschwitz regelte Dürrfeld mit dem Lagerkommandan- >5 Genen! ten Höß(Siehe Tafel 8). Er traf sich oftmals mit ihm, besuchte ihn im KZ sbeauftrag: und hatte gute Beziehungen zu dessen Familie. Die ersten Vereinbarun-

gen mit dem KZ-Kommandanten traf er bereits am 27. März 1941 in Ausch- ‚danten vor witz.

eundeskreis| Auf Betreiben Dürrfelds wurde das IG-eigene Konzentrationslager Mono- eitig haup! Ä witz errichtet. Die IG war für Verpflegung, Unterkunft und Arbeitsbedingun- ritz war, die gen der Häftlinge verantwortlich. Durch sein ständiges Drängen bei der SS, olff über di schwache Häftlinge abschieben zu können und nur kräftige und gesunde zu be- ispielsweit schäftigen, ist Dürrfeld maßgeblich für die systematischen Selektionen im elernten au KZ Monowitz verantwortlich. Die Ausgesonderten wurden unmittelbar danach in den Gaskammern von Birkenau ermordet. hte Bütefist Dürrfeld selbst war im Lager Monowitz anwesend, wo nach Aussagen ehe- ‚er Werk be maliger Häftlinge etwa 1000 bis 2000 Menschen zur Vergasung ausgeson- , 1G-Farben dert wurden. Für die drei- bis vierwöchentlichen Selektionen im Krankenbau tung des IC Monowitz ist Dürrfeld mitverantwortlich. Er ordnete auf einer Besprechung en Er wal im Frühjahr 1943 mit den SS-Ärzten Entress und Wirtz an, den Kranken-

bau möglichst klein zu halten. Bei den katastrophalen Lebensbedingungen konnte diese Forderung nur durch systematische Selektionen durchgesetzt wer- den.

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hihtn 2 Dürrfeld war für den Menschenverschleiß in Monowitz als Direktor der Arrägtribli IG-Farben verantwortlich. Die Meldungen über Zu- und Abgänge im KZ Mo- Mitar m nowitz erreichten ihn täglich. Häftlinge aus der KZ-Schreibstube bestätigten, fange daß die Totenkartei des KZ Monowitz und der Nebenlager 1945 rund 370 000| zu| Karten umfaßte. Im Auftrag Dürrfelds trieb die IG-Farben Ausch witz sogar yemie AGal einen umfangreichen Handel mit Kleidern und anderen Gegenständen der

Ermordeten.

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