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Bei einem Durchschnittsumsatz von 3 Millionen pro Monat, den wir unbe- dingt zu halten hoffen, werden wir bei dem gegenwärtigen Auftragsbestand etwa 2 bis 2Y2 Jahr voll zu tun haben.“(Archiv des VEB Elbtalwerk Heidenau, Bestand: Elektrizitäts- AG)
Die IG-Farben wiesen von 1932 bis 1943 folgende Gewinnentwicklung aus:
Gewinnentwicklung der IG-Farben in Millionen RM
1932 1937 1939 1943 48 Dil 363 822
(Nach Berechnungen des Komitees zum Studium der gesellschaftlichen Ver- hältnisse und ihrer Veränderungen in Westdeutschland.)
Jahresumsatz der IG Farben in Millionen RM
1933 1938 1939 1943. 894,3 1645,4 1988,0 3115,6
Das Aktienkapital der IG-Farben wurde von 720 Millionen RM im Jahre 1938 auf 1400 Millionen RM bis zum Jahre 1942 erhöht. Die in Bilanzen ausge- wiesenen Reserven stiegen von 292,3 Millionen auf 440,2 Millionen RM.
Der Siemens-Konzern hielt, ebenso wie die meisten anderen Großunter- nehmen, in den Kriegsjahren seine Umsätze geheim; allein von 1933 bis 1938 stiegen sie durch seine Beteiligung an der Aufrüstung von 329 Millionen auf 964 Millionen RM. Die ausgewiesenen Reserven erhöhten sich von 204,7 Mil- lionen RM Ende 1938 auf 280,3 Millionen RM Ende 1942. Das Aktienkapital stieg in dieser Zeit sogar von 227,1 auf 640 Millionen RM.
Die Aufrüstung Hitler-Deutschlands sicherte auch dem Krupp-Konzern rie- sige Profite. Nach den Angaben des USA-Hauptanklägers im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozeß, Jackson, stiegen in den Jahren 1935 bis 1941 die offiziell ausgewiesenen, in Wirklichkeit aber wesentlich höheren Gewinne nach Abzug der Steuern, Geschenke und Reserven auf fast das Doppelte an, und zwar von 57 Millionen RM auf 111 Millionen RM.
Beim Mannesmann-Konzern wuchsen die Umsätze von 88,7 Millionen RM im Jahre 1933 auf 466 Millionen RM im Jahre 1943. Die aus den veröffentlich- ten Bilanzen nach Vornahme aller Sonderabschreibungen zu errechnenden Reingewinne erhöhten sich in den gleichen Jahren von 11,3 Millionen auf 83,6 Millionen RM.
Die Bilanzsumme des AEG-Konzerns stieg in den Jahren des Krieges von 598 Millionen auf 1,2 Milliarden RM.
Ähnlich sah es auch bei den anderen Konzernen aus.


