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Braunbuch : Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik ; Staat, Wirtschaft, Armee, Verwaltung, Justiz, Wissenschaft / Herausgeber: Nationalrat der Nationalen Front des Demokratischen Deutschland
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bei schlechtester Verpflegung und völlig unzureichenden sanitären Einrichtun- gen zur Arbeit getrieben.

Der KZ-Kommandant von Auschwitz, Rudolf Höß, nannte in seiner eides- stattlichen Erklärung(NG IG-Farben-Prozeß NI 034) unter anderem fol- gende Monopole, die in umfangreichem Maße KZ-Häftlinge auf das unmensch- lichste ausbeuteten: IG-Farben, Siemens& Halske, Krupp, Daimler-Benz, Henschel.

Eine besonders schändliche Rolle bei der Ausplünderung der jüdischen Häft- linge spielte die IG-Farben. Für den Ausbau des KZ Auschwitz zum größten Massenvernichtungslager gaben sie der SS Geld und Baumaterialien. Die Kon- zernherren wollten massenhaft KZ-Häftlinge in Auschwitz unterbringen, um die durch Arbeit Vernichteten ständig ersetzen zu können.

In der Regel wurden die arbeitsfähigen Häftlinge von den IG-Farben in 3 bis 6 Monaten zugrunde gerichtet. Anschließend wurden die Opfer, auf Veranlas- sung der Monopolherren, als ungeeignete Arbeitskräfte zur Vernichtung in die Gaskammern der SS abgeschoben.

Die deutschen Monopole, und hier in besonderem Maße wieder die IG- Farben, verdienten aber auch an den Sterbenden: Sie wurden mit dem in den Laboratorien der IG-Farben entwickelten GiftgasZyklon B ermordet.

Den Monopolen der pharmazeutischen Industrie bot dieEndlösung noch weitere gewinnbringende Möglichkeiten. Um kostenintensive und langwierige pharmakologische Untersuchungen zu vermeiden, wurden mit wenig oder nicht erprobten Medikamenten Experimente an Häftlingen vorgenommen. Zu die- sem Zweck versandten die IG-Farben massenweiseMedikamente an die KZ- Ärzte. Die Versuche führten zum qualvollen Tod vieler Häftlinge.

SRIEGSPROFETTE- MIELLIONENPROFRTLTE

Das Aufrüstungsprogramm derHitler-Regierung und der imperialistische Raub- krieg brachten den großen Konzernen in den Jahren 1933 bis 1945 riesige Pro- fite. So heißt es z.B. im Vorstandsbericht des Konzernbetriebes Elbtalwerk (EAG), Heidenau, und seiner Zweigwerke vom 30. Dezember 1943(Tochter- gesellschaft des Mansfeld-Konzerns):

Zunächst die Umsätze, rückschauend auch auf die vorausgegangene Zeit seit Beginn des Krieges:

Gesamtumsatz 1939 5246000RM Gesamtbelegschaft 648 Gesamtumsatz 1940 6463000RM_Gesamtbelegschaft 747 Gesamtumsatz 1941 8382000RM Gesamtbelegschaft 1000

Gesamtumsatz 1942 13414000RM Gesamtbelegschaft 1434 Gesamtumsatz 1943 rd. 27000000RM_Gesamtbelegschaft 2581