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Faschismus - Getto - Massenmord : Dokumentation über Ausrottung und Widerstand der Juden in Polen während des Zweiten Weltkrieges / herausgegeben vom Jüdischen Historischen Institut Warschau. Ausgewählt, bearbeitet und eingeleitet von Tatiana Berenstein, Artur Eisenbach, Bernard Mark und Adam Rutkowski
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fahrtszeiten wird rechtzeitig vorher mitgeteilt werden. Für jeden Zug ist eine Begleitmannschaft in Stärke von etwa 6 Polizeibeamten und 30 Selbst- schutzleuten zu stellen. Für die ausreichende Bewaffnung der Selbstschutz- leute haben die örtlichen Polizeiorgane Sorge zu tragen.

8) Angestrebt wird, daß die Abschiebungsaktion in den Kreisen einige Tage

vor der Einweisung der Baltendeutschen beginnt. BP, Bd LXXXVI, S. 12-14.

6. 25. November 1939, Radom. Auszüge aus der Rede des Generalgouverneurs Hans Frank, die er auf einer Besprechung der Kreishauptleute und Stadtkommissare des Distrikts Radom hielt und die den Konzentrationsplan für die polnische und

jüdische Bevölkerung im Generalgouvernement betraf."

... Das letzte Ziel würde wohl dann sein, daß die deutsche Grenze die Grenze des Gouvernements einmal sein soll. Ganz gleich, wie es ausgeht, wir behalten dieses Gebiet, der Krieg wird gewonnen, es bleibt daher in deutscher

Hand und deutscher Oberhoheit und 2 politische Aufgaben ergeben sich:

l) aus dem Land einen großen Konzentrationsraum, Polen und Juden auf- zunehmen, verteilen, unterkommen, muß möglich sein. 21/,-3 Millionen Polen und Juden, sie sind nicht gewohnt sauber und ordentlich zu leben. Lieber die Polen hier der völligen Vernichtung preisgeben, als daß ein Pole in Deutschland bleiben soll...

Der Winter wird hier ein harter Winter werden. Wenn es kein Brot gibt für Polen, soll man nicht mit Klagen kommen. Polen anhalten, daß sie Arbeit finden. In den Fabriken wird schon gearbeitet, 2000 Arbeiter, überall Arbeiter neu eingetreten. Die Führung und Verantwortung bei uns, die niedrige Arbeitsleistung bei den Polen. Bei den Juden nicht viel Feder- lesens. Eine Freude, endlich einmal die jüdische Rasse körperlich angehen zu können. Je mehr sterben, umso besser; ihn zu treflen, ist ein Sieg unseres Reiches. Die Juden sollen spüren, daß wir gekommen sind. Wir wollen !/, bis 3/, aller Juden östlich der Weichsel? haben. Diese Juden werden wir überall unterdrücken, wo wir können. Es geht hier ums ganze. Die Juden aus dem Reich, Wien, von überall, Juden im Reich können wir nicht ge- brauchen. Wahrscheinlich Weichsellinie, hinter diese Linie nicht mehr. Wir sind das wichtigste Volk hier... AJHI, Varia I, Nr 33

1 Diese Auszüge wurden dem Protokoll einer Besprechung entnommen, die in Radom unter Vorsitz von Lasch, dem Distriktchef in Radom, stattfand.

2 Frank meint hier den zu jener Zeit aktuellen Plan, ein sogenanntes Judenreservat zwischen der Weichsel und dem Bug zu schaffen, in dem die deutschen Behörden die deportierte jüdische Bevölkerung aus Deutschland, Österreich, der Tschechoslowakei und den pol- nischen, jetzt aber ins Reich eingegliederten Gebieten zusammenfassen wollten. Im Früh- jahr 1940 wurde von diesem Plan Abstand genommen.

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