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Faschismus - Getto - Massenmord : Dokumentation über Ausrottung und Widerstand der Juden in Polen während des Zweiten Weltkrieges / herausgegeben vom Jüdischen Historischen Institut Warschau. Ausgewählt, bearbeitet und eingeleitet von Tatiana Berenstein, Artur Eisenbach, Bernard Mark und Adam Rutkowski
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a) alle Juden und

b) alle diejenigen Polen abgeschoben werden, die entweder zur Intelligenz gehören oder aber auf Grund ihrer nationalpolnischen Einstellung eine Gefahr für die Durchsetzung und Festigung des Deutschtums darstellen können. Kriminelle Elemente sind diesen gleichzustellen.

Ziel der Abschiebung ist:

a) die Säuberung und Sicherung der neuen deutschen Gebiete,

b) die Schaffung von Wohnungen und Erwerbsmöglichkeiten für die einwandernden Volksdeutschen.

Diesen Zielen muß die Evakuierungsaktion unbedingt entsprechen, grund-

sätzlich ohne Rücksicht auf alle Belange sonstiger Art.

\\ w Y 7%% ) Auf Grund einer Besprechung beim Generalgouverneur in Krakau?

erstreckt sich der Abtransport aus dem‚Warthe-Gau für die Zeit vom 15. 11. 1939 bis 28. 2. 1940 auf zunächst 200000 Polen und 100000 Juden.

3) Als Unterbringungsraum für die von hier aus Abgeschobenen sind die Be-

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reiche südlich Warschau und Lublin bestimmt.

) Es sind im Rahmen dieser Erstaktion abzuschieben aus den Landkreisen

alle Juden, außerdem aus den kleinsten Kreisen mindestens 2000 Polen, aus den größeren eine entsprechend höhere Zahl. Die nachfolgenden kreis- freien Städte haben zur Abschiebung bereitzustellen:

Posen: etwa 35000 Polen und alle Juden Lodz: etwa 30000 Polen und etwa 30000 Juden? Gnesen: etwa 2300 Polen und alle Juden

Hohensalza: etwa 2300 Polen und alle Juden

Die bei den kreisfreien Städten und Landkreisen für die Abschiebung von Polen und Juden in Aussicht genommenen Kontingente kommen innerhalb des unter Ziffer 2) genannten Zeitpunktes zum Abtransport. Mit den vorbereitenden Maßnahmen ist umgehend zu beginnen. Es muß dabei be- rücksichtigt werden, daß die Zahl der Abgeschobenen vorläufig größer ist als die Zahl der umzusiedelnden Volksdeutschen aus dem Baltikum, Generalgouvernement und Wolhynien.

Die Säuberung und Sicherung des Bereiches ist mit allen Konsequenzen erst dann erreicht, wenn die geistig führende Schicht, die gesamte Intelli- genz sowie alle politischen und kriminellen Elemente entfernt sind. Alle

?Es handelt sich hier um eine Beratung zwischen dem Höheren SS- und Polizeiführer im

Warthegau(SS-Gruppenführer Koppe) und dem Höheren SS- und Polizeiführer im Gene- ralgouvernement(SS-Obergruppenführer Krüger), die am 7. und 8. 11. 1939 stattfand. (Greisers Prozeß, S. 379.)

Schon im November 1939 haben die deutschen Behörden von der Jüdischen Gemeinde in Lodsch einen Plan zur Deportation von 50000 Juden und eine diesbezügliche Personen- aufstellung angefordert. Die Deportation, von der die berufstätige Intelligenz(Ärzte, Rechts- anwälte, Lehrer usw.) betroffen wurde, dauerte vom 11. bis zum 16. Dezember.(AJHI, AJDC Nr 425, Vermerk eines unbekannten Autors.)

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