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Faschismus - Getto - Massenmord : Dokumentation über Ausrottung und Widerstand der Juden in Polen während des Zweiten Weltkrieges / herausgegeben vom Jüdischen Historischen Institut Warschau. Ausgewählt, bearbeitet und eingeleitet von Tatiana Berenstein, Artur Eisenbach, Bernard Mark und Adam Rutkowski
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in der Ideologie des deutschen Faschismus. Der auf perfide Weise von den

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deutschen Faschisten ausgenutzte und zur Würde einer‚Ideologie erhobene Antisemitismus war ein sehr wirksames Instrument in dem vom deutschen Faschismus geführten Kampf gegen die fortschrittlichen Kräfte in Deutsch- land und im Ausland, im Kampf um die Welthegemonie. Die antisemitische Propaganda begleitete stets alle politischen Schritte des Dritten Reiches. Hitler war der Ansicht, daß der Antisemitismus zweifellos die wichtigste Waffe im Arsenal der Hitlerpropaganda sei. ‚‚Wenn es keinen Juden gäbe behauptete er-,so müßten wir ihn ausdenken. Man muß einen sichtbaren Feind haben und nicht nur einen unsichtbaren. Mittels der antijüdischen Propaganda wollten die Hitlerleute die Aufmerksamkeit in Deutschland und den besetzten Ländern von ihren verbrecherischen und imperialistischen, gegen diese Völker gerichteten Plänen ablenken. In den slawischen Ländern Europas wohnten viele Millionen Juden, welche nach den Hitlerplänen das erste Opfer des Völkermordes sein sollten. Sofort nach der Besetzung des polnischen Gebiets begannen die Nazibehörden, ihre verbrecherischen Pläne zur Vernichtung der jüdischen Bevölkerung zu verwirklichen. Ein blutiger Terror begann. Die Juden wurden jeglichen Rechtsschutzes beraubt, in ihrer Freizügigkeit beschränkt und auch aus dem wirtschaftlichen Leben auf drakonische Weise ausgestoßen. All diese Maß- nahmen führten in ihrer Konsequenz dazu, der jüdischen Bevölkerung die Existenzmöglichkeiten zu nehmen und damit ihre physische Vernichtung einzuleiten, zu erleichtern und zu beschleunigen. Diesem Ziel dienten u.a. die Massenaussiedlungen der polnischen und jüdischen Bevölkerung aus den polnischen Westgebieten ins sogenannte Generalgouvernement. Um eine schnelle deutsche Kolonisation des polnischen, nunmehr aber ins Reich ein- gegliederten Gebietes zu erreichen, mußte es von der einheimischen Be- völkerung geräumt werden. Das Ergebnis dieser unter grausamen Bedingungen durchgeführten Aussiedlungsaktionen war eine bedeutende Schwächung der Lebenskraft der polnischen und jüdischen Bevölkerung. Der Entschluß, die polnische und jüdische Bevölkerung aus den polnischen Westgebieten abzuschieben, wurde von den Hitlerbehörden noch vor dem Angriff auf Polen gefaßt. Die massenhafte Deportation der Bevölkerung begann jedoch erst nach Erlaß der Verordnung vom 30. Oktober 1939. Von der jüdischen Bevölkerung allein sollten etwa eine Million Menschen von der Deportation betroffen werden. Diese Aktion wurde auf vielen Besprechungen und Konferenzen von den SS- und Polizeiführern der betreffenden Provinzen erörtert. Im Resultat dieser Besprechungen wurden rücksichtslose Verord- nungen erlassen, deren Ziel es war, die deportierten Juden zu terrorisieren und zum Gehorsam zu zwingen. Es waren hauptsächlich Verordnungen über Freizügigkeitsbeschränkungen für Juden sowie Anordnungen zur Erschießung derjenigen Juden, die sich der Aussiedlung zu entziehen suchten. Die Aussiedlung von Juden in das Generalgouvernement stand eine gewisse Zeit in engem Zusammenhang mit dem damals erwogenen Plan, östlich der

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