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auf ırten Töhe ‚aren eine ame- der, nden eira- , der lite. äßig, Neu- wol- ‚and zwi- inend ‚ Und oe ‚eicht hung Bom- hoden
gleichmachen.(Was für ein Jammer: nach so viel Jahren der Qual jetzt am Schlusse zugrun- de zu gehen.)
Das unbestimmte Warten zerfraß unsere letzten Nerven. Nie, während all der Jahre, als wir keinerlei Aussicht auf Rettung gehabt hatten, waren wir so ungeduldig gewesen. Alte einge- fleischte Häftlinge mit überkompensierter Wurschtigkeit wurden kribbelig und nervös. Wir schliefen nicht mehr, sondern horchten in die Nacht hinaus, lauschten auf jedes Geräusch und registrierten wie ein Oszillograph die lei- sesten Schwingungen und Vibrationen in der Umwelt. Aus Ahnungen und Nachtmären wurden Gerüchte und aus Gerüchten entwickelten sich Schimären, die in Dunst zerflossen und Hoff- nungen, die nach wenigen Stunden wie Plunder in sich zusammenfielen.
Am Montag, dem 30. April, verlautete, daß an das SS-Fliegerkorps, das rings um unser La- ger stationiert war, ein Ultimatum folgenden Inhalts ergangen sei:“Das SS— Fliegerkorps wird aufgefordert, sich bis Dienstag nachmittag um 3 Uhr zu übergeben und mit allen Flugzeu- gen jenseits der Elbe an dem Orte X.(den wir nicht erkunden konnten) zu landen.” Wir stan- den hinter unseren Drähten, ließen keine Bewe- gung der Flieger aus den Augen und waren SO aufgeregt, daß wir nicht feststellen konnten,
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