passierten, wo sich lange Reihen von Wagen mit unordentlich zusammengewürfeltem Gut, mitRindvieh undHeu stauten und die Menschen hastig den Ort verließen. Vorbei ging es an dem durch seine Naturdenkmäler berühmten Park der Fürsten von Pless, dem wir kaum ei- nen flüchtigen Blick durch die Torgitter gönn- ten, bis zum freien Feld hinter der Stadt, wo wir zu kurzer Rast lagerten. Bevor wir einen Happen Brot hinunterschlingen und eine Hand- voll Schnee als Labsal für den vertrockneten Gaumen schlürfen konnten, drängte die uner- bittliche SS zum Aufbruch und trieb uns eilig vorwärts, die Nachhut erbarmungslos nieder- schießend. Nach 26 stündiger ununterbrochener Wanderung machten wir abends in einem klei- nenWeiler halt, wo die Tausende von Menschen in ein paar Scheunen hineingestopft wurden. Eßbares war nicht vorhanden, denn die meisten hatten vor Erschöpfung alles, was sie mit sich trugen, unterwegs weggeworfen.(Wenn ich vom nächsten Konzentrationslager evakuiert werde, so will ich, wenn ich es habe, nur Zigaretten und Zucker, eine Zahnbürste und einen Kamm mitnehmen.)
Am nächsten Morgen wurde frühzeitig aufge- brochen. Müde, erschöpft, hungrig, durchgefro- ren— es waren 15 bis 20 Grad Kälte— mar- -chierten wir weiter, vorwärts, zurück, öhne
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