der Böschung des Grabens und an den Hügeln, die der Schnee getürmt hatte, mit blutenden Kopfwunden, Männer und Frauen, in Zivilklei- dern, in blaugestreiften Häftlingskleidern, mit ihrem Sack und Pack und jeder mit einer Num- mer. Bei den ersten stutzten wir, wie sie hier verunglückt sein mochten, aber ihrer wurden mehr und immer mehr, und schließlich säumten sie im Abstand von wenigen Metern die Straße. Allmählich, je länger wir trabten und je schwe- rer wir unsere müden Glieder schleppten, be- griffen wir, daß dies Menschen von Auschwitz waren, unsere Vorposten, deren Kräfte nachpe- lassen hatten und die hier liegengeblieben wa- ren. Schon fingen unsere eigenen Reihen an sich zu lichten, und da und dort knallte der verhängnisvolle Schuß. Wer nicht weiterkonnte, wurde erschossen, einmal war es die eine von einem Zwillingspaar, die die Schwester trotz aller Anstrengungen nicht mehr vorwärtsbringen konnte, ein anderes Mal die Mutter vor den Au- gen der Tochter. Das also war das Ende, Dafür hatten wir uns die langen Jahre durch Ausch- witz durchgequält. Und immer noch stapften wir durch den Schnee, der am Wegrand rot ge- sprenkelt war mit Blut,
Vor und zurück führte der Weg im Kreis herum, Wir hatten schon mehr als 50 km durchmessen, als wir am Mittag des 19, Januar den Ort Pless
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