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Auschwitz : ein Tatsachenbericht ; das Vermächtnis der Opfer für uns Juden und für alle Menschen / Lucie Adelsberger
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lager überstanden hatten, noch ausgelöscht zu werden und zwischen der Hoffnung, auf Trans- zu gehen und lebend aus Auschwitz herauszu- kommen. Wir improvisierten aus alten Fetzen Rucksäcke und Umhängetaschen, suchten un- sere Habseligkeiten zusammen und packten sinnlos ein und aus. Dazwischen mußten wir die Patienten beruhigen, die ans Bett gefesselt und von Panik ergriffen waren, wir, die wir sel- ber mit unserm Leben Fangball spielten. Und dann lag da ein Mensch, an dem ich hing, schwerkrank in seiner Baracke, Er konnte bei einem Abmarsch nicht mit uns wandern, Sollte ich gehen oder bleiben, wenn die andern zie- hen würden? Ihn in der sicheren Gefahr zu wis- sen und im Stich zu lassen, schien Verrat. Aber hatte ein Mensch, der fast 2 Jahre Auschwitz durchlebt hatte, das Recht, sein Leben aus Zuneigung zu riskieren, wenn er doch nicht helfen konnte? Hatte ich nicht die Pflicht, al- les Persönliche hintanzustellen und zu gehen? Das alles wirbelte in jener Nacht durcheinan- der.

Die offizielle Weisung am Morgen lautete: Transport. Alle kranken Häftlinge sollten mitgenommen werden, soweit sie fähig waren, bis Auschwitz, einen Weg von 3 km, zu laufen. So hieß es zuerst. Später war die Rede von ei- nem Marsch von 15 km. Keine Selektion in all

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