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Auschwitz : ein Tatsachenbericht ; das Vermächtnis der Opfer für uns Juden und für alle Menschen / Lucie Adelsberger
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nenWeg nicht finden könnte und lieber umkeh- ren möchte. Was wir im Dunkel erspähen, sind Wiesen und Felder und verstreute Ortschaften, manchmal so nahe, daß das dumpfe Muhen ei- ner verschlafenen Kuh bis zu uns herüber- dringt. Die Stunden läppern sich hin. Immer wieder knipsen wir die Taschenlampen an. Um Mitternacht tauchen Hochöfen auf und riesige Krane und hell erleuchtete Stahlkästen und ringsherum Fesselballons, ein ungeheurer Be- trieb, der auch nachts nicht ruht. Das könnte unser neuer Arbeitsplatz sein. Aber der Zug, der sich endlich auf ein normales Tempo be- sinnt, hastet daran vorbei, immer weiter, noch eine halbe Stunde ohne Unterbrechung. Dann hält er an.

Ein greller Pfiff der Lokomotive schrillt durch die Nacht, Wir starren durch die Luke. Alles ist dunkel, nur die Sterne glitzern. Noch ein- mal gellt der Pfiff der Lokomotive, schnei- dend, durchdringend, als ob er den schlafen- den Erdball aufrütteln wollte. Und es wird Licht. Scheinwerfer springen an, mächtige Reflektoren flammen auf, der Sternhimmel ver- sinkt und vor unseren Augen liegt ein weites Feld, magisch beleuchtet. Wir versuchen die Helle, die uns blendet, zu durchdringen: Mas- sen von uniformierten Männern eilen geschäf- tig hin und her, Kommandos ertönen. Hunde

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