bellen. Das Blut gerinnt uns in den Adern, wir erkennen auf den Uniformen das SS- Ab- zeichen.“In den Klauen der SS”, so sieht un- sere neue Arbeitsstätte aus. Die Wagentüren werden entrammelt.“Schnell aussteigen!” Eilig raffen wir das vielzuviele Gepäck zu- sammen(wie werden wir es tragen können?) und klettern aus den Wagen.“Bagage neben die Schienen legen!” lautet der zweite Be- fehl, und erleichtert, daß wir uns nicht sel- ber damit abschleppen müssen, werfen wir Rucksack und Koffer neben den Zug. Sofort werden Männer und Frauen auseinandergetrie- ben und voneinander getrennt mit Schlägen und Püffen in Reihen gedrängt, Dann wird sehr eingehend und sorgsam nach Kranken ge- fahndet. Man ist dabei keineswegs rigoros, schwächliche und kranke Menschen, Leute über 55 und zum Teil schon über 50, die Kin- der und sämtliche Frauen in Begleitung von Kindern, sie alle brauchen nicht länger in der Reihe zu stehen, sondern kommen auf Wagen, die in großer Anzahl für sie bereit sind. Sogar zwanzig junge Menschen, prominente Männer und Frauen, die sich durch kulturelle und so- ziale Arbeit hervorgetan hatten, werden ein- zeln mit Namen aufgerufen und dürfen bevor- rechtigt fahren, Nur ein kleiner Rest, kaum ein Drittel, bleibt übrig. Wir werden von bar-
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