sungslos lintertür Höhe
chte sie
Ich fragte eines der Mädchen, warum sie alle soviel vom Sterben sprä- chen, daraufhin sah sie mich erstaunt an und antwortete:„Ja, glaubst
Du denn, Du bist hierhergekommen um zu leben— hierher kommt man um zu sterben“.
Ich traute mich nicht mehr weiter zu fragen, hatte Angst vor dem, was ich zu hören bekommen würde.
In der Baracke waren gegen 1 200 Frauen. Nur weg von hier, denn schlimmer kann es nirgends sein, sagten wir uns.
" Die Kameradin, die die Fehlgeburt im Bade hatte, litt schreck- \ liche Schmerzen und hatte große Angst um das Schicksal ihrer Mutter, zu der sie sich freiwillig gemeldet hatte. |
FR Sie erzählte, sie hätte gefragt, wo ihre Mutter sein könne, daraufhin:
‚/„Na wo dann anders als im Kamin“(die Kamine der Krematorien): ‚ı war die Antwort. Wir waren alle der Ansicht, daß die Mädels hier vor
- lauter Verbitterung uns nur Angst machen wollten.
x Antreten zum Zählappell.
Wir stürmten alle heraus, mußten uns nun sechs Mann hinterein- ander aufstellen und stehen, 4 Stunden, 6 Stunden und auch noch mehr. ‚Wir sahen vor den anderen Blocks dieselben Gruppen warten.
Endlich nach sechs Stunden kam eine deutsche Aufseherin, ließ sich die Zahl melden. wenn sie stimmte, konnten wir abtreten, wenn nicht, . mußten wir stundenlang weıterstehen.
"
Bei unserem Appell wurde Brot und Margarine verteilt, wir bekamen
. nichts. Wir fragten, wieso gerade wir nichts bekämen, daraufhin:„Neue ‚ Transporte bekommen die ersten Tage kein Essen.“
Appelle— eine der gefürchtetsten und schlimmsten Institutionen
im KZ.
| Hier in Auschwitz sahen wir ganze Gruppen zur Strafe nieder- knien. Manchmal wurde auch während des Appells selektiert, da mußten
Sich die Menschen draußen nackt ausziehen— egal in welcher Jahres- zeit—.
3 Eine Frau erzählt


