Druckschrift 
Der Prediger von Buchenwald : das Martyrium Paul Schneiders, geboren am 29. Aug. 1897, gestorben am 18. Juli 1939 / herausgegeben mit einem Geleitwort von Prof. D. Heinrich Vogel
Entstehung
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beten. Da ja Paul wegenseines schriftgemäßen Verstandes ler Abendmahlsfeier und der ernstzunehmenden Beichtfrage im Konflikt mit seinem Hochelheimer Presbyterium stand, drängte das Konsistorium auf dessen Beschwerde hin auf Pauls Wegmeldung, aber noch fühlte er sich gebunden, und sein Weggehen wäre ihm als Fahnenflucht erschienen. So zieht er nach der Probepredigt seine Meldung zurück.

Aber dieDinge gestalteten sich immer schwieriger. Paulhatte eine Äußerung gegen den Goebbelsschen ‚Moralin-Aufsatz, der durch alle Zeitungen gegangen war, gemacht, und gerade, als er sich im Februar 1934 wegen der Abendmahlsbeschwer- den vor dem Konsistorium zu verantworten hatte, lief ein Telefongespräch vom Landrat ein, das seine Beurlaubung deshalb forderte. Dazu kam, daß er Ende Januar 1934 die Notbund-Erklärung gegen den Reichsbischof-Erlaß vom 4. Januar 1934 nach seiner Predigt überDie Sturmfahrt der Kirche Christi und Jesu Herrlichkeit Matthäus 8, 23-27 verlesen hatte:Obwohl ich im allgemeinen nicht Kirchen- politik oder Politik auf die Kanzel bringe, sprach ich in die- ser Predigt recht scharf gegen die DC und wies auch auf die Gefahren hin, die vom Volksleben und dem Staat auch im Dritten Reich dem Schifflein der Kirche Jesu Christi dro- hen.(Brief vom 4. 2. 1934.)

Trotz seiner zweiten Beurlaubung fühlte er sich um des Ge- meindeteils willen, der treu hinter ihm stand, zum Bleiben verpflichtet. Aber am 19. Februar 1934 kommt das amtliche Schreiben mit seiner Versetzung nach Dickenschied. Seines

'Bleibens sei in Hochelheim nicht mehr möglich, besonders

nicht von seiten der staatlichen Stellen. Bis zum Umzug, Ende April, sei kein Dienst mehr gestattet. Das war eine schwere Probe für Paul, innerhalb der Gemeinde zu stehen und zu wohnen und doch Predigt und Unterricht anderen überlassen zu müssen. In einem Brief vom ı. März 1934 schreibt er an einen Freund:Mein Hochelheimer Presbyte-

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