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Wir bezwangen den Tod / Juri Piljar ; Deutsch von Ellen Zunk
Entstehung
Seite
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Bewußtsein zurück. Neben mir sehe ich den Strahl einer Taschenlampe, in dem eine Spritze glänzt.

Er ist zu sich gekommen, sagt die Stimme Stichlers. Sind sie zurückgeschlagen worden? frage ich.

Ja, sie sind zurückgeschlagen worden. Sprich nicht, Kostja! Ich erkenne die Stimme Viktors.

Viktor!

Sprich nicht, Kostja!

Seid ruhig, Freunde. Er braucht Ruhe. Auf Wieder- sehen bis morgen, sagt Stichler.

Die Taschenlampe wird ausgeknipst. Die kühle, rauhe Hand Viktors legt sich auf meine Stirn. Ich drücke sie. Wo ist Oleg?

Er ist... im Graben.

Ist er gefallen?

Er ist im Graben.

Wie steht es... sindwir...

Viktors Stimme ist tonlos und gleichmäßig. Er sagt, daß alles gut stehe, daß die SS-Leute zurückgeschlagen worden seien, daß wir noch viele Patronen hätten und daß es dem Stab des Aufstandes gelungen sei, sich auf dem Funkwege mit den sowjetischen Truppen in Ver- bindung zu setzen Alles ist gut, versichert Viktor. Aber mich kann man jetzt nicht betrügen, und ich weiß, daß es sehr schlecht mit uns steht.

Viktor nickt ein. Er hat schon seit zwei Tagen nicht geschlafen, aber er ist gekommen, um mich zu sehen. Er hat an dem Sturm auf das Krematorium teil- genommen, hat mich in den Kesselraum geschleppt und dann mit den andern um das Lager gekämpft. Alle haben gekämpft, ob sie Waffen hatten oder nicht. Viele sind gefallen. Unsere Ärzte tragen selbst die Verwundeten fort. Oleg ist tot. Es steht schlecht mit uns...

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