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Wir bezwangen den Tod / Juri Piljar ; Deutsch von Ellen Zunk
Entstehung
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ein Glück schenkstdu? Was hast du mir in den zwanzig Jahren meines Lebens geschenkt?

Herz, ich verfluche dich! Ich will nicht mehr an dich denken. Ich will an den Tod denken und an ein Glück, für das es keinen Tod gibt. Ich beiße die Zähne zu- sammen. Ich blicke auf das Fenster, auf den gleich- gültig blauen Himmel. Ich bin auf alles gefaßt. Fertig, sagt jemand hinter meinem Rücken. Danke, antwortet mein am Tisch sitzender Feind. Er drückt seine Zigarette aus und zündet sich eine andere an. Sein Kopf schwimmt in einer Wolke von Rauch. Durch den Rauch hindurch sehe ich seine hellen, eisigen Augen.Pokatilow, sagt er,ich schlage dir ein ehrliches Spiel vor. Antworte auf meine Fragen, dann wirst du deine Eltern nicht verfluchen müssen, weil sie dich in die Welt gesetzt haben.

Er sieht auf die Uhr. Ich würde gern wissen, was er ehrliches Spiel nennt. Der Gedanke gefällt mir so- gar ich werde zum letztenmal in meinem Leben spielen.

Schön, spielen wir also. Stell deine Fragen.

Der Dummkopf von Gestapo-Offizier lächelt trium- phierend. Er legt seine Zigarette auf den Rand des Aschbechers. Bläulicher Rauch steigt von ihr auf.

Die erste Frage, sagt mein Feind.Wer hat dich zum Kontrolleur für die Werkstätten von Messer- schmitt empfohlen?

Zum Kontrolleur? Für die Werkstätten?

Ein beglückender Gedanke steigt in mir auf. Eine Welle von Freude durchströmt meinen mißhandelten Körper. Ich sehe den Offizier fast mit Dankbarkeit an. Ich atme tief und erleichtert auf.

Verzeihen Sie, sage ich leise,sind Sie vielleicht Untersuchungsrichter?

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