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„Vielleicht ins Lazarett“, mutmaße ich.
„Und was wird hier überhaupt gemacht?“ fragt Oleg. Alles ist unbekannt. Wir wissen nicht einmal, ob wir wegtreten oder uns wenigstens setzen dürfen. Unsere Füße sind stark geschwollen.
In der Tür erscheint wieder der braunäugige Junge.'
Hinter ihm ein zweiter, der blaue Augen hat und ebenso hübsch ist. Was sind das für Burschen? Sie bringen eine Trage, auf der Anzüge liegen, stellen sie hin und holen eine zweite mit Schuhen, die dicke Holz- sohlen haben. Dann erscheint der„Herr Kommandant“ mit einem Packen eiserner Nummern, weißen Lappen, Garn und Nähnadeln. Ihm folgt der dicke Kahlkopf mit der schon bekannten Mappe.
Broskow wird vorgerufen und erhält einen Anzug, Schuhe und eine Nummer. Der„Herr Kommandant“ erklärt:„Die eiserne Nummer wird mit Hilfe von Draht am Handgelenk befestigt wie eine Armbanduhr; die weißen Lappen mit den roten Dreiecken und den
schwarzen Ziffern werden angenäht— einer auf der
Jacke über dem Herzen, ein zweiter an den Hosen, fünf Zentimeter unterhalb der Tasche; wer seine Nummer verliert, landet im Krematorium.“
Nachdem wir der Reihe nach Nummern und Beklei- dungsstücke erhalten haben, machen wir uns an die Arbeit. DieHosen, denen die Uniform einer unbekann- ten Armee als Vorbild gedient haben mag, sind mir zu groß, ich tausche mit Oleg; die Jacke ist kurz wie die französischen, sie paßt genau. Ich nehme eine Nadel und reiße einen Faden von dem Garn ab.
„Kostja!“ Viktor packt mich plötzlich bei der Hand. Alle Gesichter haben sich wie auf Kommando nach rechts gewandt, den steinernen Pfosten zu. Und ich sehe- hinter dem Draht gehen mit hängenden Köpfen
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