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Wir bezwangen den Tod / Juri Piljar ; Deutsch von Ellen Zunk
Entstehung
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setzt die kalte Maschine bei meiner Stirn an und fragt leise in gebrochenem Deutsch:Wißt ihr, was euch erwartet? Ich zucke die Achseln.Ihr werdet um- gebracht, flüstert er.

Damit habe ich immer gerechnet, aber einen Augen- blick setzt doch mein Herzschlag aus. In tiefster Seele nämlich war ein bißchen Hoffnung, daß alles noch

gut werden würde. Ich flüstere zurück:Woher bist

du?

Spanier, Republikaner.

Wo sind wir hier?

Im Konzentrationslager.

Ich schweige, denn der forsche kleine Mann geht gerade vorüber. Ich folge ihm mit den Augen, dann frage ich weiter:Warum werden wir gewaschen? Der Spanier beugt sich vor, pustet die Haarschneide- maschine aus und sagt:Das ist eben deutsche Ord- nung, Kamerad.

Ich würde ihm gern die Hand drücken, aber ich habe Angst, ihm dadurch Unannehmlichkeiten zu bereiten. Nun gehe ich unter den warmen Regen. Oleg wäscht einem andern eifrig den vorgebeugten Rücken. Der Rücken schwankt hin und her wie ein Pendel. Oleg prustet und wendet mir sein breites, jungenhaftes Ge- sicht zu.

Du hast mit dem Mann gesprochen?

Ja.

Na, und?

Er sagt, wir werden umgebracht.

Olegs blaue Augen werden plötzlich greisenhaft ernst. Nach dem Bad rasiert man uns, dann gehen wir einer nach dem andern in den Ankleideraum und ziehen unter völligem Schweigen gestreifte Hemden und Unterhosen über. Für die Füße gibt man uns eine Art

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