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Wir bezwangen den Tod / Juri Piljar ; Deutsch von Ellen Zunk
Entstehung
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Stimme:Stepan Iwanowitsch! Stepan Iwanowitsch- das ist Reschin.

Alexei Iwanowitsch! ruft Reschin zurück.

Die Augen gewöhnen sich allmählich an das Dunkel, Ich sehe Alexei Iwanowitsch und die übrigen Invaliden auf dem Boden sitzen. Sie haben nur ihre Unterwäsche an und sind ganz kurz geschoren und rasiert. Der Mann im Kittel erlaubt uns nicht, uns unseren Kame- raden zu nähern.

Weitergehen! schreit er.

Wir gehen weiter und kommen in einen großen, von grellem Licht überfluteten Saal. Er hat gekachelte Wände, und an der Decke sind Duschen angebracht. Ein warmer Regen rinnt aus ihnen. Links neben Schemeln stehen Männer mit Rasiermessern und Haar- schneidemaschinen.

Viktor fährt sich mit der Hand übers Kinn. Es ist schwarz von Bartstoppeln. An ihm ist überhaupt alles schwarz die Haare, die Brauen, die Augen; auch seine Haut ist bräunlich. Nur die Zähne sind weiß. Man würde ihn eher für einen Grusinier halten als für einen Ukrainer.

Möchte wissen, was das alles bedeuten soll, brummt er und sieht mich an. Auch ich verstehe nichts: Wozu hat man uns in den Duschraum geführt?

Vielleicht wird noch alles gut, sage ich.

Viktor schüttelt den Kopf. Und er hat wohl recht; es ist sinnlos, sich Hoffnungen zu machen.

Jetzt bin ich an der Reihe. Ich setze mich auf einen Schemel. Auf die Hosen des Friseurs ist ein weißer Lappen mit schwarzen Ziffern und einem blauen Drei- eck genäht, das in der Mitte ein aufgemaltes S ent- hält. Der Mann fängt meinen Blick auf und fragt leise:Deutsch verstehen? Ich nicke bejahend. Er

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