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Wir bezwangen den Tod / Juri Piljar ; Deutsch von Ellen Zunk
Entstehung
Seite
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einige zurückzubleiben. Man hört Rufe:Schneller! und Schläge. Ein Blechnapf klirrt auf den Asphalt. Jemand ruft:Aufstehen! und dann wieder:Tempo! Endlich befiehlt die widerwärtige StimmeSchritt! Wahrscheinlich ist auch die Eskorte müde geworden. Schwer atmend richten wir die Reihen aus und mar- schieren wieder im Takt. Ich bemühe mich, tief Luft zu holen: sechs Schritte Ausatmen, fünf bis sechs Schritte Einatmen. Aber es will mir nicht glücken, mein Herz hämmert zu stark. Oleg, der mit jemandem den Platz gewechselt hat und jetzt neben mir geht, wirft mir von der Seite einen spöttischen Blick zu. Er macht sich gern über alles lustig. Im allgemeinen gefallen mir solche Menschen, aber jetzt reizt er mich.

Wir gehen etwa zehn Minuten im Schritt. Dann laufen wir wieder. Abermals Gehen, abermals Laufen und so immer weiter, bis vor uns ein gestreifter Schlagbaum auftaucht, der den Weg versperrt.

Wir bleiben stehen und wischen unsere verschwitzten Gesichter ab. Wieder werden wir gezählt diesmal von dem hageren SS-Unteroffizier mit der geifernden Stimme und einem SS-Gefreiten, der neben dem eben- falls gestreiften Schilderhäuschen steht.

Der Schlagbaum geht hoch. Wir marschieren hundert

Schritte weiter, machen eine Wendung und erblicken-

gleich hinter dem plötzlich abbrechenden Waldgürtel hohe Mauern aus großen, unbehauenen Steinen. Dar- über zieht sich ein Stacheldrahtgeflecht entlang. An den Ecken stehen verglaste Türme, die ebenfalls mit Stacheldraht umgeben sind. Aus den geöffneten Fen- stern ragen Maschinengewehrläufe.

Wir gehen auf diese Festung zu. Jetzt sieht man, daß der Draht über den Mauern zu den weißen Knöpfen von Isolatoren läuft. Wir können die aufmerksamen

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