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Ich ziehe vorsichtig die Beine hoch und hocke mich hin. „Wo?“
„Ich sehe mal nach.“ „Das hat keine Eile.“ Es ist wohl tatsächlich kein Grund vorhanden, sich zu beeilen, aber nichts ist schlimmer als Ungewißheit. Während ich noch überlege, worauf ich steigen könnte, um hinauszusehen, ohne der Luke zu nahe zu kommen, vernehmen wir plötzlich das Rattern eines Motors, den tiefen Hupton eines Autos und gleich darauf die lauten Stimmen der uns begleitenden Soldaten. Jetzt zweifelt keiner mehr daran, daß wir angelangt sind.
Wir erheben uns. Die leeren Aluminiumnäpfe- unsere ganze Habe- haken wir am Gürtel fest. Riegelklirren. Polternd wird die Tür aufgeschoben. Blendende Licht- fülle und frische Luft dringen in den Waggon. „Aussteigen!“
Das Kommando wird auf deutsch gegeben, aber alle verstehen es— wir sind ja nicht den ersten Tag in Gefangenschaft; zudem sind die Kommandos unserer Eskorte einförmig und leicht einprägsam.
Einer nach dem anderen klettern wir hinaus auf den Bahnkörper.
„Antreten!“
Wir stellen uns in Reih und Glied auf. Etwas abseits spricht der Führer unserer Eskorte, ein junger Gestapo- mann mit schwarzem Schnurrbärtchen, zu einem hoch- gewachsenen finsteren SS-Offizier und sieht dabei lächelnd zu uns herüber. In der Hand hält er eine schwarze Mappe, in der sich wahrscheinlich die Akten über unsere„Verbrechen“ befinden.
Man treibt uns zur Eile an. Wir gehen nicht schnell genug, und deshalb stoßen zwei SS-Leute, von links und von rechts, die Vordersten mit den Gewehrkolben


